Band 
Zweyter Theil.
Seite
56
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56 Zweytes Buch.

^ tragen war, nicht öffentlich bekannt machte: also

2 t blieben alle Schweizer bey dieser alliirten Armee.

Dies war schon viel, aber es war noch nicht alles.Die Ordre, die die Schweizer der französischen Ar-mee erhalten hatten, sagte ihnen nicht, daß eingleicher Befehl ihren Landesleuten, die bey den pabst-lichen Truppen dienten, zugefertigt wäre. DerCardinal von Sion machte sich ihre Unwissenheit zunutz: er überredete sie, die Republik habe endlichdie Gerechtigkeit der Confoderirten Waffen einge-sehen ; sie versage bloß den Franzosen ihre Truppen,und die, welche zu der alliirten Armee übergiengen,würden die wahre Absicht ihrer Obrigkeit und denihnen Zugesandten Befehl erfüllen; diefe Gründe, diedas Geld des Cardinals unterstützte, überredeten dieSchweizer, und sie grenzen fast alle aus dem Lagerder Franzosen zu den Alliirten über. Der Mar-schall von Lautrer erinnerte sie umsonst an ihre Eide,vergebens warf er ihnen ihre Untreue vor, er wardgezwungen nunmehr zur Schuhwehr zu kriegen; erzog sich zurück nach Meyland , das er eilig befesti-gen ließ. Der König, der vor sechs Jahren, daer m diesen Ländern so ruhmwürdig Krieg führte,alles genau beobachtet hatte, hatte ihm befohlen,sonderlich über die Adda zu wachen, und den Con-fodcnrten den Uebergang über dieselbe zu verweh-ren. Lautrer hatte in seinen stolzen Briefen ver-sichert, die Feinde sollten nimmermehr über diesenFluß kommen, er wüßte wohl, sie daran zu ver-hindern: Er hatte diese Pralerey mit höhnischenSpättcreyen über die Furchtsamkeit des Colonna,

und