Band 
Zweyter Theil.
Seite
116
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n6 Zweytes Buch. ^

Könige aus; allein der König nahm Lautrer mitrzrr einer so augenscheinlichen Kaltsinnigkeit auf, daßdieser General sich unterstund nach der Ursache der-selben zu fragen» Hier riß dem Könige die Ge-duld , und er warf ihm mit äußerster Bitterkeitden Verlust des Meyländischen vor. Lautrer bliebdabey ruhig, und erinnert ihn, wie ungern, undmit wie vielem Widerwillen er die Vertheidigung-es Meyländischen übernommen habe, wenn manihm nicht *) vierhundert tausend Thaler dazu aus-zahle: erseht hinzu, er habe die Briefe des Königs

erhal-

*) Man muß die Schwierigkeiten in einer Geschichtenicht mit Stillschwngen übergehen, auch selbst, wennman sie nicht lösen kann. Es ist sonderbar, daßdieser Handel der vierhundert tausend Thaler amEnde des vorigen Jahrs nicht untersucht wurde, dader Marschall von Foix nach Frankreich kam, undum Verstärkung anhielt. Das nicht gehaltene Ver-sprechen des Hofes, und die ausgebliebenen viermalhundert tausend Thaler hätte das erste und wich-tigste seyn müssen, das Foix zu seiner, und seinesBruders Rechtfertigung hätte vorstellen können.

-»- Aber was waren das für Gelder, die sich in derKriegscasse von Arona fanden ? Diese letztere Schwie-rigkeit ist nicht so verwickelt, - als die erste. Mankann sich leicht einbilden, daß doch wenigstensetwas Geld abgeschickt sey, wenn es auch nichtdie vierhundert tausend Thaler gewesen, oder daßder französische Adel, der allezeit bereit ist seine Gü-ter, wie sein Blut, den Bedürfnissen des Staats auf-zuopfern , die Summen dieser Casse vorgeschossenhabe. Was das Stillschweigen des Marschalls vonFoix über diese vierhundert tausend Thaler betrifft,so mag der Leser diese Schwierigkeit heben, wie er kannund wie er will: allein der Geschichtschreiber dacfnjchtentscheide». Ich befriedige mich damit, daß ich die Be-gebenheiten erzähle, und die Schwierigkeiten anzeige.