Sechstes Kapitel. 177
rung gegen den Staat begriffen wäre. Es war»eicht, in den gegenwärtigen Umständen den Na-men des Connetable zu errathen. Auf diese Nach,richt, die Brezee dem Hofe eilig ertheilt hatte, fand-ke ihm die Regentinn *) Befehl, sich nach den Na-men der beyden Edelleute zu erkundigen, und sie un-ter den möglichsten Versicherungen, daß ihnen kechLeid geschehe« sollte, nach Blois abzusenden. DerPriester entdeckte nun diese beyden, und sie giengennach Hofe: Der Kanzler Düprat hörte ihre Aus-sage, der Secretair Robertet protocollirte sie, unddie Regentinn eilte dem Könige Nachricht davon zugeben, der sogleich von allen Seiten Truppen ay-marschiren ließ, um den Connetable zu fassen , undihm alle Wege zu verrennen: zu gleicher Zeit mach-te er sich Meister von allen vesten Plätzen, die zuBourbons Erbtheil gehörten.
Der Connetable, welcher wußte, oder wenig-stens vermuthete, was vorgienge, hatte mit allenseinen Bedienten Chantelle verlassen, und sich so-gleich nach Herment, einer kleinen Stadt in Au-vergne begeben: aber seine Flucht konnte nunmehrnicht heimlich genug angestellet werden, und er muß-te sich von so einem Gefolge, wodurch er hätte ent-deckt werden können, nothwendig losmachen. DerConnetable verkleidet sich, und entweicht bey Nacht,mit vier oper fünf Personen von Herment. Dieserkleine Haufe trenuete sich hernach noch einmal,und Bourbon hatte niemand mehr bey sich, als ei-nen
*) Der König warschsn unterwegenS nach Italien.
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