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l88 Zweytes Buch. >
Bonnet wurde durch einen Begnadigungsbrief freygesprochen *).
Desguieres, und Bertrand Simon, genanntBrion, sollten Kirchenbuße thun, und hernach dreyJahre außer ihrem Vaterlande, in einem Schlosse,das der König ernennen würde, gefangen sitzen.
Descars, der alle Zurüstungen der Folter sehenmüssen, der schon in den Ringen gespannt gewesen,und eben angezogen werden sollte , erweichte seineRichter durch sein Winseln, durch seine Thränen,durch seine tiefeVerzweislung, und durch sein ängst-liches Geheule, womit er den Tod rief. Diese sogewaltsame Gemüthsbewegung zog ihm in demGefängnisse eine gefährliche Krankheit zu, und sei-ne Gemahlinn, Isabelle vonBourbon-Carency, er-hielt die Freyheit ihn zu besuchen und zu pflegen.Söine Betheurungen, daß er von der Verschwö-rung, und selbst von der vorgehabten Heyrath derKöniginn von Portugal, nichts gewußt habe, schie-nen aufrichtig: doch hatte man zwischen Descarsund dem Kanzler von Bourbon einen Briefwechselin Ziffern entdeckt, und Descars, der eine Gemah-linn aus dem Hause Bourbon hatte, mußte natür-licher Weise in einer ziemlich genauen Verbindungmit dem Connekable stehen. Descars ward nichtanf die Folter gespannt, sondern nur verdammtzwey Jahr in Orleanszu wohnen'^).
Diese
*) Gegeben zu Dlois im December 152z.
**) Gerichtliches Verhör von Descars vom aten Jul.
,524.
Descars