k-x->
»523
r 98 Zweytes Buch.
aber wieder hineinkommen, wenn er wollte,, undseine Güter sollten ihm wiedergegeben werden.
Die Krankheit des St. Ballier, und der Scheinvon Begnadigung, die er erhielt, haben zu vielenFabeln Gelegenheit gegeben. Man trägt sich nochmit einigen derselben, und halt sie für wahr, weilman sie nicht geprüft hat. Man sagt, bey Anhö-rung seines Urtheils sey er von einem so gewaltsa-men Schrecken befallen, daß seine Haare in einerNacht davon grau geworden wären, und daß ihnseine Wächter den folgenden Morgen nicht gekannthätten. Er war damals ungefähr acht und vierzigJahr alt.
ThuanuS sagt, wie man ihn zum Gerichte hin-aus führte, sey er aus Schrecken in ein! Fiebergefallen, das nachher, unter dem Namen des St.Valliers Fiebers , zum Sprüchwort gewordenwäre K).
Es ist wahr, St. Valliers Fieber ist einSprüchwort geworden, aber die Prozeßactenund Braillons, des Parlementöarztes Bericht, be-weisen, daß dies ein eingewurzeltes Fieber gewesensey, welches seine Hinrichtung lange aufgehalten, undihm selbst die Marter der Folterbank gespart habe.
Pasquier erzählt *), der Schrecken des Todes,den er so nahe gesehen, habe ihm ein Fieber verur-sacht, welches die Nachricht von seinem Pardon nichthabe heilen können, und woran er kurz nachher ge-storben
li) Ikusn. I.ib. z. Lil LNN. 1547.
*) katljuier kecliercli. I.ivr. 8. cksxitr. Z9. lur I» kie-
vre Zs 8t. VMer.