Band 
Zweyter Theil.
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200
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2OQ

Zweytes Buch.

„levrier-Brezee, Oberlandrichter der Normandie,r ; rz „und die Blutsverwandten und leiblichen Freunde

„des Johann von Poitiers, Herrn von St. Ballier,„uns demüthigst ersticht und gebeten haben, ge-machten von Poitiers, Herrn von St. Ballier,„mitleidig zu Gnaden anzunehmen - - - So ha-„ben wir aus Rücksicht auf gedachte Dienste, und„sonderlich auf die, welche oberwähnter Landrichter„uns erwiesen, indem er die boshaften Anschläge„und Verschwörungen entdeckt hat u. s. f.

Der Oberlandrichter der Normandie war Ge-mahl der Diana von Poitiers, er hatte von der Ver-schwörung die erste Nachricht gegeben: es war alsonatürlich, daß man ihm die Begnadigung seinesSchwiegervaters zugestund: Vielleicht hat diese soleichte Erklärung den meisten Geschichtschreibernzu einfältig geschienen: Sie haben sich lieber einbil-den wollen, Diana von Poitiers, eine MaitresseHeinrichs des H. sey zuerst eine Buhlerinn Franzdes l. des Vaters Heinrichs des II. gewesen. Dieprotestantischen Geschichtschreiber haben sonderlichdieses Gerücht glaubwürdig zu machen gesucht, da-mit sie die Herzoginn von Valentinois, die eine Ver-folgerinn ihrer Secte war, des Verbrechens derBlutschande beschuldigen möchten.

Le Laboureur, der diese Beschuldigung für eineVerläumdung hält, erzählt gleichwohl, daß damals,als Heinrich der II. seine unreine Neigung gegenDianen von Poitiers blicken ließ, man den Fluch,der im ersten Buche Mosis gegen den Rü-ben