Band 
Zweyter Theil.
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204
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204 Zweytes Buch.

nes Hauses bey den Ausländern nicht habe veracht-»zrz lich werden lassen.

Aus der Grasschaft Burgund gieng Bourbonnach Deutschland, machte einen Umweg um dieSchweiz, die mit Frankreich im Bunde stund, be-gab sich durch das Tridentinische nach Mantua, woihm der Marquis von Mantua, sein Vetter, einenZug von Pferden, Wagen und Bedienten gab.Von hier reisete er nach Piacenza, mit den Genera-len des Kaisers die Operationen des Feldzuges zuverabreden. Darauf gieng er nach Genua, wo erdie Befehle seines nunmehrigen Herrn, des Kaisers,erwartete, die er sich durch Lurcy hatte auskittenlassen.

Karl der Vte hatte in dem Connetable einenmächtigen und nühlichen Alliirten gewinnen wollen,der ihn mitten in Frankreich führen, dies Königreichzu seinen Vortheil in die größte Unordnung stürzen,und mit ihm hatte theilen sollen. Diese Chimärewar verschwunden : Bourbon war nichts mehr alsein vornehmer Verbanneter, den ihm das Schicksalzu beschützen gab. Anstatt fünf oder sechs Provin.zen, und einer großen Partey, hatte der Conneta-ble nichts mehr, das er ihm anbiethen konnte, alsseinen Degen, seine Talente, und seine Verzweif-lung. Der Kaiser gewann nicht einen Alliirten,sondern einen Unterthan; aber dieser Unterthan warBourbon, und er mußte ihn gebrauchen. Nurwie die Vortheile verändert waren, so mußte esauch die Belohnung seyn. Der Kaiser hatte zuviel Achtung gegen sich selbst, um sein Versprechen

so