Siebendes Kapitel. 237
wehren, und den Franzosen mehr und mehr alle <-*->Zufuhr zu nehmen. Zu gleicher Zeit gieng Johann izazvon Medicis, um die zweyte zu verhindern, mit ei-nem ansehnlichen Corps über den Ticino, nähertesich den Graubündtern, und ließ einige Parteyen bisan ihr Lager streifen, das bey dem Dorfe -Cravinazwischen der Adda und dem Brembro stund. DieGraubündter, die sich so gezwackt sahen, und in Cra-vina weder Reuterey zu ihrer Bedeckung, noch Geldfür ihre Besoldung gefunden hatten, nahmen denRückweg in ihr Vaterland, und beklagten sich bitterüber die Franzosen, die ihrer Seits noch bittere Kla-gen über sie führten. Nach ihrem Abzüge kehrteMedicis nach dem Ticino zurück, wo er die Schiff-brücke , die die Franzosen nach Busalora zu ange-legt hatten, abbrach: dadurch sperrete er den Bon-nivet zwischen dem Ticino und der Seßia ein, undwar versichert, daß ihn dieser General in der Ero-berung nicht hindern würde, die er von allem dem,was die Franzosen noch zwischen dem Ticino undMeyland besaßen, zu machen gedachte.
Biagrasso war noch der einzige ansehnliche Po-sten, den sie in dieser Gegend besaßen. DieserPlaß, der an dem großen Canale liegt, auf welchemfast alle Lebensmittel nach Meyland hingeschifftwurden, verstopfte allezeit die größten Quellen desUeberflußes, den diefe Hauptstadt nöthig hatte.
Sforza kam selbst, zugleich mit Medicis die Bela-gerung zu führen, und führte die auserlesenste jun-ge Mannschaft von Meyland dahin, die ihn durch-aus begleiten wollte. In einem einzigen Tage
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