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Zweytes Buch.
EinigeZeit vor dem Vorfalle bey Romagnano, hat-15 2 ^ te sich die Burg von Cremona aus Magel der Lebens-
mittel ergeben. Die Franzosen besaßen nichts mehr,als Lodi und Alexandria, und beyde Plätze, die nunnicht mehr entsetzt werden konnten, waren gleichfallsgezwungen, sich den Kaiserlichen zu überlassen. Alsoräumte Bonnivet das Meyländische noch vollkomm»ner, als es Lautrer gethan hatte. In diesem allge»meinen Unglücke hatte Lautrer den traurigen Trost,daß er sein Betragen 'gewisser Maßen durch dasBetragen des Admirals entschuldigt sah. Er gab ihmmit Wucher alle die Spöttereyen wieder, mit welchenBonnivet im Jahr 1522 so verschwenderisch gegen ihngewesen war. Der Spanier, Anton von Vera, giebt
vor, der gedemüthigte Bonnivet habe ihm die Antwortgegeben: Ich bekenne, fünftausend Spanier sindfünf tausend Gendarmen, fünf tausend leichteReuterey, fünf tausend Infanterie, fünf tau-send Schanzgräber,und fünf tausend Teufel.
Wenn man übrigens Bonnivetö Betragen prü-fet, so findet man es gleichwohl nicht so sehr zu tadeln,als es sich viele Geschichtschreiber vorstellen. Manfindet in demselben nicht einen von den groben Feh.lern, die man dem Lautrer mit Recht vorrücken kann.Es scheint, Bonnivet habe in seinen Märschen, inseinen Lagern, und wenn wir noch mehr sagen dürfen,in seinen Entwürfen, und in der Ausführung dersel»ben allezeit viel Verstand bewiesen. Man hat ihmzween Fehler vorgeworfen; der eine ist allgemein,und hat, sagt man, einen Einfluß auf die beydenFeldzüge; der nämlich, daß er nicht gleich nach seinem
Ueber»