256 Zweytes Buch.
e->r-> Burgund: sie rückten vor bis Baßigny, und bedro-
1522 heten also Burgund und Champagne zugleich: sienahmen die kleine Stadt Coiffy, nahe bey den Quel-len der Maas ein, marschirken hernach'das linke Uferdes Flusses hinauf, giengen über denselben bey Neuf-chatel, und zwungen das Schloß Monteclair, zwi-schen der Maas und der Marne. Bis so weit er-streckten sich ihre kleinen Eroberungen. Der Grafvon Guise warf sich mit drey hundert Gendarmen ei-lig in Chaumont, ' und wie kurz hernach Dorvalmit sechs hundert andern zu ihm stieß, so glaubte sichder Graf von Guise im Stande zu seyn, gegen zwölftausend LanöquenetS das Feld halten zu können; eSist wahr, die LanöquenetS hatten keine Cavallerie, wiees eben so dem Grafen von Guise an Fußvölkernfehlte. Die LanöquenetS hatten auf die Gendarmengerechnet, mit welchen Bourbon versprochen hatte,sie zu unterstützen: aber die nämlichen Ursachen, durchwelche Bourbon gezwungen war, seine Flucht zu be-schleunigen, hatten ihm nicht erlaubt, sein Verspre-chen zu halten. Der Graf von Guise theilte seineReuterey in verschiedne Geschwader, die unaufhörlichdas Feld durchstrichen, und die LanöquenetS allem«' halben verjagten. Der Hunger trieb dieselben bald ausihrem Lager: sie nahmen ihren Rückweg über Neuf-chatel, und verließen die Platze,die sie erobert hatten.Der Graf von Guise, der ihren nahen Uebergangüber die Maas voraus sah, schickte zwey bis dreyhundert Gendarmen über die Maas voran, daß siein den Augenblicken des Ueberganges die Deutschenvon forne angreifen sollten, da er ihnen inzwischen mit
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