26o Zweytes Buch.
tete nicht, daß die Nacht seinen Rückweg begünstig-te. Er sehte sich mit seiner und des Grafen von La-vedan Compagnie Gendarmen in Marsch, entschlos-sen mit diesem kleinen Haufen, alles was ihm vonFeinden aufstoßen würde, unterwegens anzugreifen.Er traf auf ein Detaschement von fünf hundert Reu-tern, das heißt, auf einen Haufen, der ungefehr zwey.mal so stark war, als der ftinige; er grief sie an,zertrennte sie, und schlug sie in die Flucht. Er trifftkurz darauf einen andern Haufen von zwey tausendGendarmen an; er will den seinigen einem gewissenUntergänge nicht aussehen; er laßt ihn von demWege nach Corbie abweichen, und den nehmen, dernach Amiens führt; diesen vorsichtigen Einfall ver-bindet er mit einer unerhörten aber nothwendigenUnerschrockenheit, indem er bloß mit dreyßig Mann sichgegen den ganzen feindlichen Haufen zur Wehre seht,und ihn dadurch hindert, seinen übrigen Trupp zu ver-folgen. Er ward, wie es nicht anders seyn konnte,durch die Zahl übermannt, sein Pferd unter ihm er.schössen, und er, indem er herunter fiel, außer Standgesetzt, sich wieder aufzuhelfen. BarnirulleS seinBruder, und Canaples sein Vetter, die ihn in diesergefährlichen Unternehmung begleiteten, fliegen ihmzu Hülfe, sehen ihn wieder auf, geben ihm die Zeitseinen Leuten nach Amiens zu folgen; aber sie selbstwurden zu Gefangenen gemacht, nachdem sie, so wiePontdormy, durch Wunder von Tapferkeit den Na-men Crequi verherrlichet hatten.
Die Feinde steckten Roye in Brand, und griffenMontdidier an, das sich nach einigem Widerstände
ergab.