Neuntes Kapitel. 277.,
Pest hatte sie zu Grunde gerichtet, Ufld in eine un- f-x-,geheure Einöde verwandelt, wo sich allenthalben 1^24Bilder der Verwüstung und des Todes zeigten.
Die wenigen Einwohner, die dieser Geisel entron-nen, waren niedergeschlagen, durch den Anblick sovieler Unglücksfälle betäubt, und keines edelmüthi-gen Entschlusses mehr fähig; ihr Häß gegen dieFranzosen war unter noch schmerzhaftem Empfin-dungen erstickt. Die Spanier, die sich also alleinwehren mußten, wollten eine von den Vorstädtengegen den Marquis von Saluzzo vertheidigen.
Diese Vorstadt ward mit Sturm erobert, und dader Untcrkönig hörte, daß Franz, der in Vigevanowar, unter Anführung des La Tremoille, einenneuen Haufen zur Unterstützung des Marquis vonSaluzzo abschickte, so hielt er es rathsam, Mey-land zu verlassen, und sich nach Lodi zu ziehen.
Also waren die Franzosen, ohne sonderliche Mühe,ruhige Besitzer der Hauptstadt.
Diese entkräftete, erschöpfte, und verwüsteteHauptstadt entschied nicht mehr, wie vor diesem,das Schicksal des Herzogthums. Es mußtenwichtigere Eroberungen gemacht werden; und esfragte sich, ob Lodi, oder Pavia belagert werdenmüßte« Äurch Lodi war man Meister von derAdda, und durch Pavia vomTicino. Man sagt,daß alle alte Feldherren für die Belagerung vonLodi gestimmt haben. Die kaiserliche Armcc hattesich in diese Stadt geworfen; allein in einem elen-den Zustande, und mit so vieler Unordnung, daßein Widerstand von ihr unmöglich schien. Der
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