Band 
Zweyter Theil.
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Zweytes Buch.

Thurm ein, und ließ die ganze Garnison davonIZ24 aufhenken, weil sie sich unterstanden hatte, sichgegen eine königliche Armee zu messen, das heißt:weil sie es gewagt hatte, ihre Pflicht zu thun. DieBelagerten wurden um so viel hitziger, sich zu ver-theidigen, und ein neuer Bewegungögrund desHasses verband sich mit den Trieben der Ehre.

Inzwischen schien anfänglich den Franzosenalles nach Wunsche zu gehen. Die Batterien mach-ten von der Seite, da das Quartier des Königswar, in der Hauptfestung selbst eine große Bresche.Man lief Sturm, man bemächtigte sich der Bre-sche, und man glaubte, Meister von Pavia zu seyn.Allein man fand hinter dieser Bresche neue Befesti-gungen , die Leva hatte machen lassen; man fand,daß es unmöglich seyn würde, sie zu zwingen, wosie nicht zum Theil durch das grobe Geschütz zuGrunde gerichtet wären. Diese Verschanzungenwaren dergestalt angelegt, daß man sie von keinemOrte der umliegenden Gegenden entdecken konnte,und die Artillerie strich über dieselben weg, ohne siezu berühren. Man mußte also diesen ersten An-griff aufgeben.

Silly, Commandeur von Caen, und Lieute-nant einer Compagnie Gendarmen des Herzogs vonAlenzon, schlug einen andern Entwurf zum An-^griff vor, der der Lage vonPavia angemessen war.Der Ticino fleußt nicht durch diese Festung; einerseiner Arme spület nur an die Mauern derselben vonWesten nach Süden gegen die Lomrllina, da inzwi-schen ein andrer etwas schwächerer Arm zur Rech-ten