Band 
Zweyter Theil.
Seite
302
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ZOL Zweytes Buch."

nen Lieutenant. Durch den ersten warnet der Her-IZ2Z zog den Gouverneur überhaupt, und in unbestimm-ten Ausdrücken für die Graubündter, die vielleichtvon ihren Gebirgen, zum Dienste der Franzosen,herab kommen, und Musso überraschen könnten.Durch den zweyten giebt der Herzog dem Lieutenantzu verstehen, er habe einen Anschlag entdeckt, den-er Gouverneur gemacht hätte, den Platz den Fran-zosen zu überliefern; man müsse dieser Verräthereyzuvorkommen, und dem Medequin, den er nachMusso gesandt hätte, den Gouverneur in Verhaftzu nehmen, und für die Sicherheit des Ortes zusorgen, mit gewaffneter Hand beyftehen. Mede-quin kömmt in Musso an, überzieht die beydenBriefe, wird von dem Gouverneur wohl aufge-nommen, und von dem Lieutenant wohl bedient.Der Gouverneur wird gesanglich eingezogen; Me-dequin bemächtiget sich seines Geldes, besticht da-mit die Garnison, macht sich Meister von demPlatze, legt die Larve ab, und jagt den Lieutenantaus -er Festung. Um aber diesen Platz zu behau-pten, und dem Verdruffe des Herzogs Trotz zu bie-ten, hatte er eines mächtigen Schutzes vonnöthen;Er konnte zwischen den Franzosen und den Kaiser-lichen wählen; und er zog den Schutz des Kaisersvor; damit er aber seiner würdig scheinen möchte,so entschloß er sich, ihm einen wichtigen Dienst zuthun. Es fanden sich damals sechs tausend Grau-bündter bey der Armee Franz des lten. Medequinunternahm, sie zu zwingen, daß sie die Armee ver-lassen, und nach ihrer Heimath zurück kehren muß-ten.