Band 
Zweyter Theil.
Seite
324
JPEG-Download
 

224 Zweytes Buch.

bekommen: er selbst hatte sich als ein gemeiner Reu«izrz ker verkleidet, damit Bonnivet ihn nicht kennen, nochversuchen mochte^ ihm zu entwischen: er sah diesenFang als die schmeichelhafteste Belohnung seinesSieges an: er genoß derselben nicht, und BonniveksVerzweiflung hatte es anders entschieden. Bour«bon gieng nach der Stelle, wo er geködtet lag: ersah die blutigen und bleichen Ueberbleibsel dieserschönen und edlen Figur, die ehemals die Bewunde«kung des Hofes gewesen war. Sein Zorn erweich,te bey diesem Anblick: und wich einer Empfindungdes Mitleidenö: er sagte, indem er seine Augen da«von zurück wandte, nur die Worte: Ach! Unglück-seliger Mensch, du allein bist Schuld an Frank-reichs Unglück und an dem Meinigen.

Der König föchte noch, und er war der letzte, der^ an diesem Tage föchte. Der ganze Adel, der ihnumringt hatte, war theils niedergesabelk, theils gefan»gen, theils durch die Menge der Feinde, die von al«lentha ben auf ihn zu drungen, entfernt; zu seinerVertheidigung hatte er nichts mehr, als seinen Ruhmund seine Verzweiflung, und jener diente ihm so gut,als diese. Vor sich hakte er eine erschröckliche Brust-wehr von niedergehauenen Franzosen und Feinden:alle die es wagten, diesen Wall zu übersteigen, bezahl«ten ihre Verwegenheit mit ihrem Leben: das roma«nenhafte Gefecht des Alexanders l>) gegen die ganzeGarnison einer Stadt in Indien, die er allein erstie«gen hatte, scheint weniger unglaublich, als der hart«

nackige

d) tz^Lurt. Ubr. y.