ZZO Zweytes Buch.
r->^7> „den Tugenden, und dem Unglücke Ew. Majestätizrz „schuldig ist, st werde ich nicht aufhören, ihn dar»„an zu erinnern, und lieber das wenige von Credit„verlieren, das meine Dienste mir möchten erworben„haben, als sie über dem Betragen meines Herrn„mißvergnügt sehen.,,
Der König umarmte nach dieser Unterredungden Psscara aufs neue, und schwur ihm eine ewigeFreundschaft zu ^).
Der König, der nicht nach Pavia gebracht wer.den wollte, wurde jenftitS der Adda nach dem Schlos.se Plzzighitone geführt; und die Wache über ihmward dem Obersten Alarcon, der die spanische In-fanterie unter Prosper Colonna commandirt hatte,als Pescara die Armee verließ. Der König solltein diesem Schlosse bleiben bis auf die Rückkunft derCouriere, die man nach Spanien geschickt hakte, umdie Verhaltungöbefehle des Kaisers einzuholen.
An dem Tage, da der König gefangen war, hat«te der Tumult und das Schrecken alle seine Bedien,ten zerstreuet, und da sich niemand sonst cinfand, ihnzu entkleiden, st bot sich ein Unbekannter recht in»ständig an, ihm diesen Dienst zu leisten *-). Werseyd ihr, fragt der König, ihr scheinet mir ein Fran,zose zu seyn. Ich bin es, antwortete der Unbe-kannte. Mein Name ist Montpesat, ich bin ein
Edel»
6) velcsr. stbr. !?> n. r z.
*) Anton von Vera sagt, baß, st bald man die Gefan-genschaft des Königs erfahren, hatten verschiedenefranzösische Gendarmen sich freywillig gefangen er-geben, ob sie schon aller Gefahr entgangen waren.