Band 
Zweyter Theil.
Seite
372
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Z7L Zweytes Buch.

«-><-, Königs. Kaum konnt« er in Madrid ein Haus1525 finden, darinn zu wohnen. Der Kaiser, der dasAnsetzn haben wollte, ihn als seinen Freund, alseinen Prinzen aufzunehmen, der sein Schwager wer-den sollte, konnte durch die Achtung, die er ihm be-zeugte, den Abscheu nicht hindern, den sein eigenerHof vor seinen Augen gegen diesen Flüchtling blickenließ. Der Kaiser forderte von dem Marquis vonVillane seinen Palast, den Bourbon darinnen einzu-quartieren: und jeder weis die Antwort, die ihm derMarquis gab: „Ich kann, sagte er, Ew. Maje-stät nichts abschlagen, allein ich muß Ihnen„sagen, so bald Bourbon herausgegangen seyn„wird, werde ich mein Haus selbst in Feuer fe-schen, als eine Stätte, die vom Meineyde an-gesteckt, und ins künftige unwürdig ist, daß„ein ehrlicher Mann darinn wohne."

Bourbon vergaß nicht, sich über den Lannoi zubeklagen: dies war eine der vornehmsten Bewe-gungsgründe seiner Reift. Er beschuldigte ihn derFeigheit in der Schlacht bey Pavia, und einer schlech-ten Aufführung während des ganzen Krieges: ersetzte hinzu, die verzagten Anschläge, die Lannoi sichunterstanden hätte, dem Kaiser zu geben, hätten al-lein die Eroberung von Italien und dem ganze«Frankreich verhindert, die sonst eine ganz natürlicheFrucht des Sieges bey Pavia hätte seyn können.Der Kaiser antwortete ihm mit der erhabenen Mas-sigung eines Herrn, der die Menschen kennet, derihre Talente anzuwenden weis, und ihre Zänkereyenmit Verachtung überstehet.

Eben