Zwölftes Kapitel. 441
wiß. Mit diesen Bewegungsgründen zur Mmhlo.sigkeit, und zum Aufruhr, verbanden sich noch diever- 1^7drießlichsten Umstände: die Verschwörung der Elp-mcnte, die Ueberschwemmung der Flüße verlängerteden Weg, hielt den Marsch auf, machte die Versor-gung der Truppen schwer: ein heftiger Schlag rühr-te, zum Unglück, den General Fronsberg, dessen Ex-empel und Ansehen so nothwendig waren, die Standshastigkeit der Deutschen zu unterstützen. Ueber allediese Widerwärtigkeiten triumphirte der große GeistdesBourbon; dieser General eröffnete endlich seinenTruppen, daß er sie nach Rom führte; erwiese-nen die Wichtigkeit, und zugleich das Leicht« diesesFeldzuges: er erfüllet« sie mit seinem Muthe: mandachte an weiter nichts, als ihm zu folgen, zu siegen,und sich zu bereichern.
Die Spanier brauchten etwas mehr, als eine ge-wöhnliche Herzhaftigkeit, da sie der Religion indemHerzen ihres Reichs trotzen, und sich durch Frevel-thaten eben, so wohl als durch Raubereyen bereichernsollten. Allein der Geiz hatte sie schon lange zurRuchlosigkeit hingerissen, und ihr Umgang mit denDeutschen hatte ihr Gewissen vollends zum Schwei,gen gebracht.
Dem Bourbon fehlte es nicht an einem Vor-wände zu dieser Unternehmung, und es war leicht denKaiser zu überreden, sie sey eine Wirkung des Eifersihm zu dienen. Der Pabst hatte den, mit den Co-Ee 5 lonnen