Dreyzehntes Kapitel. 469
gen an, die sie in dem Namen ihrer Herren vor-trugen, und antwortete darauf.
Diese Klagen, die im Kleinen unedlich waren,tiefen überhaupt auf drey hauptsächliche Gegenstän-de hinaus. Dies waren die Gefangenschaft desPabstes, der französischen königlichen Prinzen, unddie großen Geldsummen, die der Kaiser dem Königevon England schuldig war, und zu bezahlen sichwegerce.
Der Kaiser antwortete mit einer standhaftenund stolzen Mäßigung, daß er an den Gewaltthä-tigkeiten, die der Pabst ausgestanden, unschuldigsey, und daß er, so bald er dieselben erfahren, alleihm mögliche Maasregeln ergriffen hätte, dieselbezu heben. Er würde die französischen Prinzen auffreyen Fuß setzen, so bald nur ihr Vater denTractatvon Madrid erfüllete: er sey willig, den König vonEngland in billigen Terminen zu bezahlen, was erihm schuldig seyn möchte, und man möchte' nur dieRechnung machen.
Der Kaiser ließ dem Könige von England deut-lich merken, daß er um den Verdruß wisse, den die-ser unbeständige Monarch der Königinn Catharinavon Arragonien, seiner Gemahlinn und Base desKaisers, zu machen anfieng. „Man giebt ihnen,„sagt er, in dieser Absicht Entwürfe schuld, die ich„mir aber von ihnen noch nicht vorstellen kann.„Sollten sie gleichwohl wahr seyn, so möchten sie„eine neue Ursache eines Krieges werden»,,
Er rieth ihm, er sollte auf den Cardinal vonDort ein weniger blindes Vertrauen setzen: «Die-Gg r „ser
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