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Drittes Kapitel.
fenhcktden Vorzug für das, was ihm vortheilhaftwar, und die Unähnlichkeit zwischen diesen beidenKriegführenden Fürsten konnte nicht nachdrückli-cher bezeichnet werden.
Sleidan erzählt, daß, als der König in Vin-cennes gewesen, ein Courier zu ihm gekommen sey,und Nachricht von einem verwüstenden Einfalle derKaiserlichen in der Piccardie gebracht habe: dar-auf habe dieser Fürst so gleich die Herzoge vonVendome, Guise und Revers, nebst dem Gra-fen von Aumale, und den auserlesensten Truppenvon Adel dahin eilen lassen. Wie diese Mannschaftauf der Gränze angekommen wäre, habe sie diegrößte Einsamkeit die vollkommenste Stille, daselbstangetroffen, mera lolimclo, Hierum lilerm-um. Und woher kam denn dieser Courier, unddiese Nachricht? Man vermuthete, sagt Sleidan,daß der König, der sich nicht gern für den Frie-densstöhrer ansehen lassen wollte, sich bemühethabe, dem Volke durch dieß Blendwerk weis zumachen, als ob die Kaiserlichen den ersten Angrifgethan hätten. Durch den an dem FranzösischenGesandten begangenen Meuchelmord hatten sieihn unstreitig gethan. Aber dieses Histörchen desSleidans, und die Vermuthung, durch welcheer dieselbe zu bescheinigen sucht, scheinen sehr selt-sam. Man findet in andern Geschichtsschrcibemnicht die geringste Spur davon, und man kanüberhaupt sagen, daß Sleidan von den deutschenAngelegenheiten weit besser unterrichtet gewesen sey,als von den Französischen.
Viertes