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Fünftes Buch.
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yet seinen Fast verdient, so war es gewiß durch seinungerechtes Betragen gegen Chabot gewesen: abereine gewissmhafteBesbachtung derGesetze stürzte ihn.
Die Weiber waren am Hofe unabläßig mitCabalen beschäftiget, und hörten nicht auf sich im-mer neue Vortheile auszukitten; sie vergaßen, wiegewöhnlich, was man ihnen eingestund, und er-innerten sich bloß dessen, was man ihnen verfugthatte. Die Königinn von Navarra bath den Ganz-ler, um die Begnadigung eines ihrer Bedienten, dersich einer Nothzüchtigung schuldig gemacht hatte; dieHerzoginn von Esiampes verlangte, er sollte demJohann de Bari la Renodin, einem Edclmanne ausPerigord, den sie in Schutz genommen hatte, gegenden berühmten dü Tillet, Grcffier des Parlcmcnts,in seinem Processe ein günstiges Urtheil sprechen.Der Canzlcr versagte es ihr, weil er die Federungungerecht hielte. Die Herzoginn hatte den Renodinzurück geschickt, und dem Canzlerin dem Namendes Königs und ihrem eigenen befehlen lassen, ihremVerlangen zu willfahren. La Renodin nahm nurzu gut den ihm aufgetragenen gebieterischen Ton an,der Canzler ward darüber entrüstet, er beharreteaufseine Wegerung, und strich selbst in denen ihmüberbrachten Briefen die Stellen aus, die ihm mis-stelen. Zu gleicher Zeit entfuhren ihm einige freyeund wahre Gedanken, über die Ausschweissungcn,und den Misbrauch der Gewalt, die die Weiber amHofe hatten; die Königinn von Navarra, die ge-genwärtig war, zog diese satyrifchen Stiche b) auf
sich
b) Le!»r. K. 22. n. ;s.'