Band 
Vierter Theil.
Seite
85
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Erstes Kapitel. 85

ihren Weg durch Vrabant, welches sie verwüste-ten, rückten bis an die Thore von Antwerpen,und da sie bey dem Flecken Hoghstraat von demjungen Prinzen von Oranien angegriffen wurden,lieferten sie demselben ein Treffen, schlugen ihn,und nahmen ihm Canonen, Fahnen, Gepäckeund vierzehcn hundert Mann gefangen. Rossenhätte von dieser Seite nützliche Eroberungen ma-chen können, aber er ließ sich durch die Kaufleutevon Antwerpen und von Löwen bestechen: er eilteauf seinen Marsch nach Luxemburg, und vereinig-te sich bey Pvoi mit dem Herzoge von Orleans.

Dieser Anfang war glücklich, und verspracheinen beträchtlichen Erfolg, als der Herzog vonOrleans, mit einer Ungeduld und Leichtsinnigkeit,die seinem Alter gemäß war, auf ein fliegendesGerüchte, daß in Roußillon, wo der Dauphincommandirte, sich alles zu einem Treffen anließe,alle diese Eroberungen unterbrach, und dahin lief,um seinen Antheil an dem Ruhm seines Bruderszu rauben. So war damals die Französische Ju-gend beschaffen. Sie brauchte nur das WortSchlacht zu hören, so brach sie wild, ungestümund ungeduldig schon in Gedanken die Lorbeer»,die sie von ferne sahe; weder Vernunft, nochPflicht war stark genug, sie zurück zu halten.Der Herzog von Orleans flog nach Montpellier,wo damals der König war: bey 'seiner Abreisetrug er dem Herzoge von Guise auf, die Erobe-rungen in Luxemburg zu behaupten: da er aber be-sorgte, die Kaiserlichen mögten in seiner Abwr-

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