Band 
Vierter Theil.
Seite
296
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296 Sechstes und letztes Buch.

Der Graf von Anguien stellte das Haupt der Be«1546 lagerten vor, und that einen Ausfall; eine un-vorsichtige oder vielleicht verrätherische Hand, warfaus dem Fenster einen Kasten, der dem Grafen ^von Anguien auf den Kopf. fiel: der Prinz starbdavon, nachdem er einige Tage die äußerstenSchmerzen ausgestanden hatte. Man wußte nicht,und wollte nicht wissen, woher diefer Wurf ge-kommen wäre: man warf einen gewaltigen Vcr«dacht auf einen Italiänischen Herrn, Corneliusvon Bentivoglio, der einige ziemlich lebhafte Vcr«drieslichkeiten mit dem Prinzen gehabt Halter aberder König wollte nach dem Urheber dieses Unglücksnicht genauer forschen lassen, aus Furckt, sagtman, den tödlichsten Verdruß zu haben, und den >Grafen von Aumalc, und den Dauphin selbst inLiesen Handel verwickelt zu sehen. Sollte es !möglich seyn, daß dieser abscheuliche Argwohn ,gegen seinen Sohn, in der Seele des Königs !aufgestiegen sey? Sollte es möglich seyn, daßdieser Argwohn gegründet seyn könnte? Das gan-ze Leben des Dauphins, der zwölf Jahre mitRuhm regierte, und auf dem Throne Tugendenwies, scheint ihm zu widersprechen: was denGrafen von Aumale, nachmaligen Herzog von ^Guise bctrift, so ward der das Opft: eines Meu-chelmordes*), aber war er nicht unfähig einen 'zu begehen **) ? Beide konnten übw den Ruhm

des

*) Er ward in der Belagerung von Orkeans 156z.von Poltrot de Mere ermordet.

?*) Man unterstehetstch nichthierjir behaupten, und

einen