Dritte Abhandlung. zrz
Großen. War es endlich ein vollkommen neues,und bis dahin unbekanntes Reich, daß sich inDeutschland errichtete, welches eben das Italien,das ehemals der Mittelpunct des Kaiserthumswar, ,n>r als seine Hauptprovinz ansähe, undwelches sich mit gleicher Würde, und gleichsamals mit einer Schwester, mit Frankreich vereinig-te, dessen Waffen es seinen Ursprung zu dankenhatte? Diese Idee, die nach aller Wahrscheinlich-keit weder Carl dem Großen, noch den Römernin den Kopf stieg, war gleichwohl diejenige, diein der Folge, durch Begünstigung vieler Umstän-de, die Oberhand gewann, und Carl der Großeselbst trug nicht wenig dazu bey, da er in Achenseinen Sitz aufschlug. Er hatte diese Stadt des-wegen mit vieler Pracht erbauen lassen , damit erum so vielmehr in dem Mittelpuncte seiner Länderwohnen und Frankreich sowohl, als dem deutschenReiche aus demselben seine Hand biethen könnte.
Seine Nachfolger theilten seine Staaten aufverschiedene Weise, Und hefteten den KaiserlichenTitel bald an den Besitz von Italien, bald an denScepter des Morgen-und Abendländischen Frank-reiche: dieß Morgenländische Frankreich begrifDeutschland, oder wenigstens den Theil davon,den man heutiges Tages das Frankenland nennet.
Ludwig der Fromme, der Carls des Großenganze Erbschaft, ausgenommen Italien, besaß,war Kaiser; Ludwig der il. sein Enkel war es auch,und hakte gleichwohl nichts als Italien; Ludwigder Deutsche, der diesen Bcynamen deswegen
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