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Der Cicerone : eine Anleitung zum Genuss der Kunstwerke Italiens / von Jacob Burckhardt
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IX
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IX

nicht interessirt, der braucht nur im Register die mit D.bezeiclmeten Citate zu überschlagen.

In dem Abschnitt über Sculptur sind die Antiken vor-herrschend nach demjenigen System geordnet, welches demzweiten Theil von Ottfried MüllersArchäologie zu Grundeliegt. Das betreffende Stück ist hauptsächlich für die Vie-len geschrieben, welche zwar mit genussfähigem Auge be-gabt, allein nur auf ganze, harmonische Eindrücke vorbe-reitet und dem Fragmentarischen und Bedingten (das hierso sehr vorherrscht) abgeneigt sind) Bei der neuemSculptur ist der Abschnitt über den Barockstyl (wie dieentsprechenden Abschnitte der beiden andern Künste) etwaslang ausgefallen. Allein es erscheint mir als Thatsaclie,dass eine genaue und besonnene Mitbetrachtung dieserEpoche den Genuss der vollkommenen Werke der golde-nen Zeit wesentlich steigern hilft. Allerdings gilt diessnur für uns Laien, denn der Künstler soll eigentlich nurdas Beste anschauen.

Bei der Malerei konnte es am wenigsten meine Auf-gabe sein, den geistigen Inhalt erschöpfen zu wollen, der

i) Pas Werk Brauns:Die Ruinen und Museen Roms ist nurfür wenige Stellen benützt worden, welche ohne Ausnahme mitder Chiffre [Br.] bezeichnet sind. Ich halte es für Unrecht, einneues Buch dieser Art umständlich auszubeuten, vollends wenndiess ohne Nennung des Verfassers geschieht. An das Schick-sal eines gewissen Autors in der Viola del pensiero, Jahrgang1839, will ich gar nicht erinnern.