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Der Cicerone : eine Anleitung zum Genuss der Kunstwerke Italiens / von Jacob Burckhardt
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Christliche Architektur. Baptisterien.

chen die damalige Kirche mit dem erlöschenden Glanz heidnische 1Tempel und Weihehäuser wetteifern musste.

a Das Baptisterium der Orthodoxen beim Dom zu Raven» 11(begonnen vor 396) im Vollbesitz seiner Wandbekleidung und Mosai'ken (diese vor 430), welche für das Ornament des V. Jahrhundertsdas wichtigste Denkmal sind; das letzte kenntliche Echo der pompe'janischen Decoration; die Flächen mit erhabenen Stuccogegenstände®abwechselnd; das Gefühl vom Zusammenklang der Farben scheint da 9der schönen und freien Bildung und Eintheilung der Zierformen z®überleben. Zur Einfassung dient eine untere und eine obere Reih®von acht Wandbögen mit Ecksäulen (Composita und ionisch); obengeht das Gebäude zu einer runden und ziemlich flachen Kuppel zu'zusammen.

b Das Baptisterium der Arianer in Ravenna (jetzt S. Maria i®Cosmedin) VI. Jahrhundert; Achteck mit (später?) angebautem Schi#!baulich unbedeutend.

c Beim sog.alten Dom zu Brescia kann man in Zweifel bleiben;ob das ziemlich grosse Gebäude als blosses Baptisterium oder als C-a'tliedrale erbaut worden; im erstem Fall wäre es die grösste Taufkirche-Kuppelraum auf acht (modernisirten) Pfeilern mit rundem Umgang iletzterer bedeckt mit acht Kreuzgewölben; zwischen je zweien derscl'ben das Segment eines Tonnengewölbes, gegen die Kuppel hin anstei'gend und daher eine dunkle Ecke bildend. Ein Nothbehelf, der (wi ßAehnliches im Dom von Aachen ) die Anlage jedenfalls dem frühe 11Mittelalter zuweist. Cylinder und Kuppel aus dem XII. Jahrhundert)wenigstens was die jetzige Gestalt des Aussern betrifft. Der sehr son'derbare hintere Anbau, welcher als Chor mit Nebencapellen dient)könnte wiederum ganz alt sein.

(Üeber Neapel und Triest s. oben.)

Fast,bei jeder bischöflichen Kirche und an mancher grossen Pfarr ein kleinern Städten wird irgend ein Bau dieser Art unter verändert® 1Gestalt und Bestimmung, oder in Trümmern, oder doch in Nachrichte®nachzuweisen sein; mehrmals auch noch wohl erhalten und im Ge',brauch. Noch im XI. und XII. Jahrhundert wurden Baptisterien n e ®gebaut, später dagegen die Taufen in die Kirchen selbst verlegt. B eJgrossen Umbauten der Kirchen ging das Baptisterium, wenn es 2®