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Der Cicerone : eine Anleitung zum Genuss der Kunstwerke Italiens / von Jacob Burckhardt
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Decoration. Klosterhöfe. Unteritalien.

Bögen aufSäulchen, innen flachgedeekt oder gewölbt. Die einfacherea derselben (bei S. Lorenzo fuori, S. Yineenzo alle tre fontane, S. Sa'bina) haben nichts als den Marmor vor irgend einem frühen romani'b sehen Kreuzgang in Deutschland voraus. An dem Hof von Subiacödagegen bemerkt man schon einen Versuch, durch ernste Annäherungan die antiken Bauformen Seele und Sinn in die Halle zu bringen)c und in den rosenduftenden Klosterhöfen des Laterans und der Abteid S. Paul sind diese antiken Formen sowohl durch Anwendung desprachtvollsten Mosaiksehmuckes als durch gemeisselte Marmorzierra'then zu einer neuen und ganz eigenthümlichen Belebung gediehen(Erste Jahrzehnde des XIH. Jahrhunderts.) Unmittelbarer als in denganzen Basiliken dieser Zeit, welche altern Vorbildern nachfolgen»spricht sich hier der Formengeist der Epoche Innocenz IH. aus.eDie Vorhalle des Domes von Civitä Castellana zeigt ein ähnlichesZurückgehen auf classische Vorbilder, verbunden mit zierlicher Mosai'cirung. Die letzten Cosmaten arbeiteten im gothischen Styl, wovonhei Gelegenheit.

Die unteritalischen, ganz auf der Glaspaste beruhenden Zierarbei'ten des XI. und XH. Jahrhunderts (denn was Älteres darunter seinmag, lässt sich schwer ausscheiden) haben, wie gesagt, einige Motiv®mit den saracenischen gemein, möglicher Weise sogar die Urheber.

Weit das Umständlichste und Prachtvollste in dieser Art auf deinf italienischen Festlande: die Amhonen, die Sängertribune, die Osterker'zensüule, der Rest der Chorschranken u. A. m. im Dom von SalernO

Auch der Fussboden, von harten Steinen, ist wenigstens im Cho rerhalten.

tisch aus dünnen Alabasterplatten, weniger wegen der unbedeutenden R e 'liefs merkwürdig als weil er auf Erhellung durch hineingestellte Lampen he'

* rechnet war. In S. Apollinare nuovo der besterhaltene Ambon , auf vie rSäulen, mit reichem römischem Detail in barbarischer Anwendung etc. etc.

Auch die beiden Ambonen und das kleine Sacellum tan einem Ffeil ß * *links) in S. Marco zu Venedig gehören eher dem Kreise dieser ravenna 'tischen Decoration an als der römischen. Leblose plastische Verzierung i®*Vergoldungen, aber kein Mosaik; die Steingattungen sind an sich selbst sehe"kostbar genug. Ein Unicum des IX. Jahrhunderts ist endlich der mitt lieffiguren versehene und (nach den alten Spuren neu) bemalte Tabernak c *des Hochaltars in S. Ambrogio zu Mailand .