146
Südlich über Toscana hinaus begegnet man, hauptsäch'lieh in Perugia und Viterbo , einer Anzahl kleiner gothischer Kircheibwelche selten mehr als ihre Fassade, etwa noch ihren einfachen Thur® 1in alter Form aufweisen. Ihre zum Theil hochmalerische Lage, ein'zelnes tüchtiges Detail und der Ernst des Materials machen ihren Wei ^aaus. (Ein besonderes zierliches Kirchlein in Viterbo , unweit vo® 1Palazzo Communale.) Sonst offenbart sich an mehrern eine ganz wüO'
auch nicht mehr sehichtenweise, sondern schachbrettartig, selbst g e 'gittert zwischen rothem und weissem Marmor abwechselt. (So sch 0 *b an S. Chiara in Assisi .) Am Dom von Perugia ist ein Anfa®?gemacht, dessen Durchführung das ganze Gebäude mit einem Teppich'muster würde überzogen haben. (Das Innere weiträumig, aber i® 1 *schwerem Detail, die drei Schiffe von gleicher Höhe, die Pfeiler ach*'eckig.)
c Das einzige gothische Gebäude Roms, S. Maria sopra bl 1 'nerva, begonnen um 1370, repräsentirt einen damals längst bes® 1tigten Stand der baulichen Entwicklung und bleibt hinter der fast ü 1 * 1100 Jahre ältern Schwesterkirche S. Maria novella zu Florenz beträch*'lieh zurück. Die jetzige Restauration mit Stuckmarmor, Gold ®®Fresken wird die Kirche nur noch schwerer erscheinen lassensie in der weissen Tünche war. Ausserdem hat noch das Innere ^d Capelle Sancta Sanctorum beim Lateran eine gothisirende Behl® 1düng von gewundenen Säulchen mit Spitzbogen, um 1280 vormutlih®
iitf ;i
lif 1 ;
und wieder vor. — Von Klosterhöfen dieses Styles hat Rom mei® ee Wissens nur die wenig bedeutenden bei Araceli. — Als Klosterbfim Grossen ist S. Francesco zu Assisi (XIII. und XIV. Jahrl®® 1 ,dert) unvergleichlich, weniger in Betreff der Höfe als der Aussens elt ^welche mit ihren Substructionen und Gängen wie eine König®* 1 ®über der Landschaft thront. j
In sehr kenntlichem Wetteifer mit den Florentinern begannen
di«
gBolognesen 1390 die Kirche ihres Stadtheiligen S. Petronius
n » 01