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Der Cicerone : eine Anleitung zum Genuss der Kunstwerke Italiens / von Jacob Burckhardt
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Frührenaissance. Ferrara . Paläste.

ausgenommen das schöne Portal mit dem Wappen darüber. ^a Wichtigste ist immer der Pal. de Diamanti (jetziges Ateneo,, ®*jjder städtischen Galerie), begonnen 1493 für Sigismondo von Este, ®»der facettirten Bekleidung, den sculpirten Pilastern und den sehr schö 11gebildeten Fenstern versehen in der ersten Hälfte des XVI. Jahrhu®derts, mit dem Kranzgesimse vollendet 15G7 für Cardinal Luigi d'E st ®'Die schönen Verhältnisse des Ganzen leiden nur durch die Disharm 0 ® 16zwischen den zarten Pilastern und der energisch sein sollenden Q» ft

derbehandlung. Der letzte estensische Eierhau gehört schon

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classischen Styl an und verriith die Einwirkung des Palazzo delbin Mantua : nämlich la Palazzina (1559), ein ehemals köstlich 8Gartenhaus, nur Erdgeschoss mit Fenstern, Portal und vier Pilaster»)hinten mit (jetzt vermauerter) Loggia und einem links anstossende»)jetzt meist unzugänglichenteatro. Das Ganze im kläglichsten Verf» 11 'Die Privatpaläste des Adels sind hier, wie in den Städte®kleiner Fürsten überhaupt, nie so wichtig als in den ehemaligen Haup^'Städten der Republiken. Das argwöhnische Regiment, auch wohl & etfinanzielle Druck des Hauses Este im XV. und XVI. Jahrhund ef *liess keine grosse bauliche Machtäusserung aufkommen. Der einZ'S 6cbedeutende Hof aus dem XV. Jahrhundert, der des Pal. Sei' 0 ^ Ä(Corso di Porta romana) ersetzt aber zehn Paläste, obwohl er ®» fzur Hälfte gebaut und in drohendem Verfall begriffen ist. Erden bolognesischen Hofbau vortrefflich in das Schlanke und Leic® teübertragen, welches die Hallen Ferraras, deren Säulen durchgängigvon Marmor sind, überhaupt kennzeichnet. Die fehlende Fassa^ 6dmag man sich ergänzen durch die äusserst zierliche des Pal.verella (der dafür nur einen unbedeutenden Hof hat). Über d cD1heitern Eindruck dieses Gebäudes übersieht man es gerne, dass z.die Arabesken des obern und des untern Frieses derber und massig® 1gebildet sind als die der Pilaster, und dass die Fenster sich aufdamit eingefassten Flächen nicht gut vertheilen. Die Pforte marm° r »drüber ein grosser Erker, woran diess bei der Post gelegene Gebä«^ eeieicht kenntlich ist. Pal. de Leoni, beim Pal. de Diamanti, hat ®®seinen Eckpilastern die schönsten Arabesken Ferraras, ausserdemstattliches Portal mit einem von Putten umgebenen Balcon; sonst 81,1f Fassade und Hofhalle ganz einfach. Pal. Bevilacqua und Pal-