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Der Cicerone : eine Anleitung zum Genuss der Kunstwerke Italiens / von Jacob Burckhardt
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Frührenaissance. Venedig . Kirchen.

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ein ganz malerisches Interieur gewährt. Höfe sind entweder nicht '•'° thanden oder ohne Belang >).

Das Innere der Kirchen ist je nach der Aufgabe sehr verschied 011r Die älteste des betreffenden Styles ist wohl unläugbar S.caria, begonnen 1457 (vonEinigen dem Martino Lombardogeschrieben). Der Chorbau ist noch zum Theil gothisch, Umgang 11,1Capellenkranz von gleicher Höhe damit. Die gewölbten drei Sch 11 ^ruhen auf Säulen über hohen geschmückten Piedestalen, der Chor n®Art einiger romanischen Kirchen auf Säulengruppen. Im Detailhier die Frührenaissance höchst unsichere und barocke Fon® 011(Wulste der Säulen, mittlere Simse des Capellenkranzes u. s.

Die Fassade ist mit Ausnahme des Erdgeschosses wohl um mehr 01,11Jahrzehnde neuer; in ihren vielen Stockwerken und runden Abschl iis "

sen zeigt sie zuerst jene nur in Venedig so ausgebildete-) Schrein® 1,phantasie, welche die Bauformen aus reinem Vergnügen an ihrerkung vervielfacht, ohne sie zum Ausdruck von Verhältnissen zunützen. Diese Wirkung aber, erhöht durch das Material und cl11grosses decoratives Geschick, ist für den flüchtigen Blick eine sd lfangenehme.

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b Kahe mit diesem Bau verwandt, nur einfacher, ist S. Mid 1 ® 1(14GG), welches Martino’s Sohn, MoroLombardo, angehört. Fhu'^gedeckte Säulenkirche, schon vorn durch einen fast gleichzeitig 011Lettner unterbrochen; hinten drei Tribunen ohne Umgang. An & etFassade ist ausser den runden Abschlüssen die unbeholfene Bustic®'’bekleidung bemerkenswertli, eine florentinisclie Anleihe.

c Es folgt das kleine Juwel unter den venezianischen Kirche®’S. Maria de’miracoli, 1480 unter Mitwirkung des Pietro Do® 1 ,bardo erbaut. Es dauert eine Weile, bis das von einem „allerliebstzu nennenden Eindruck beherrschte Auge sich gesteht, dass der ba®

* 0 Bei diesem Anlass ist vorläufig auf Pai. Pisani an Campo S. Stefano iu nZ ®weisen, welcher zwar von Renaissance nicht mehr als die Zwischenhallc selner beiden Höfe besitzt, als vollständigster Privatbau der Barockzeit ^von Interesse ist. Die grossen Schiiflaterncn in den untern Hallen dieser 11,1anderer Paläste sind Ehrenzeichen des Seecommando’s der Inhaber.

2 ) Vielleicht durch kleinliche Römerbauten, wie Porta de’ Borsari in Vero 11 * 1 ’geweckte.