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Der Cicerone : eine Anleitung zum Genuss der Kunstwerke Italiens / von Jacob Burckhardt
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Renaissance-Decoration. Die Arabeske.

In profanen Gebäuden ist aus begreiflichen Ursachen weit wenig®

von dem alten Zierrath zu finden, als in Kirchen, und das We 1 ' 1 ®

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(einzelne Thiiren, Kamine u. dgl.) ist nicht immer leicht sichtbar,die Wände fast bis unten mit Teppichen bedeckt wurden, so c0lJ ^trastirten sie nicht wie bei ihrer jetzigen Nacktheit gegen die 8a schnitzte und vergoldete Decke. In einzelnen Beispielen (sixtini® 1

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b Capelle, Sala de’ Gigli im Pal. vecchio zu Florenz ) wurde auchden Anblick bei weggenommenen Teppichen durch bloss gemaltesorgt. — Wir rechnen übrigens im N achstehenden nicht nur die g eD1 jten Einfassungen von Räumen, Oeffnungen und Gemälden, so ^ 6sie von sprechender Bedeutung sind, ebenfalls zu dieser Gatt^’sondern die Decorationsmalerei im weitern Sinne. Mit elBÜbersicht der Denkmäler der letztem wird vorliegender Absch 3 'schliessen.

Die Architektur und das Arabeskenwerk an diesen Ziergeg^ständen ist noch bis über die Hälfte des XY. Jahrhunderts hin*einfach im Vergleich mit dem spätem Raffinement, ja selbst befa®®^und unsicher. Vielleicht waren es weniger die grossen Baum elSals die Bildhauer und Maler, welche die Ausbildung diesesZweiges bis zur höchsten und edelsten Eleganz übernahmen. (V^° ^freilich nicht zu vergessen, wie oft die drei Künste damals inHand beisammen waren, sodass nur der Zufall über die grössereschäftigung und Anerkennung in einer derselben entschied.) t

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Die Arabeske des XV. und beginnenden XVI. Jahrhundert 3eine fast selbständige Lebensäusserung der damaligen Kunst; vonhältnissmässig gewiss sehr wenigen, bloss plastischen antiken

bildern (Thürpfosten, Friesen, Sarcophagen) ausgehend, hat sieHöchste erreicht aus eigenen Kräften. Ich glaube, ohne es

zu können, dass dem Desiderio da Settignano ein wesentlicher

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den ihm zugeschriebenen ^ er „

dieses Verdienstes angehört. An uen uu üugracuncueueu >■- ^

ist die Arabeske und das Architektonische vielleicht am Früh^pOganz edel und reich gebildet. Von seiner Werkstatt ging dannda JJiesole aus, der ihm eine ausserordentliche Gewandtheit nnd _licatesse in der Behandlung des Marmors verdankte. Mino’s Ste)