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Der Cicerone : eine Anleitung zum Genuss der Kunstwerke Italiens / von Jacob Burckhardt
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Renaissance-Decoration in Holz.

monie des gothischen Gesammtbaues stören musste, so reich und pracht'voll als möglich zu gestalten; gleichsam zur Entschuldigung und z«# 1Ersatz für den unterbrochenen Rhythmus des Ganzen. Daher wirke 11noch so manche Wendeltreppen, Lettner , Balustraden etc. im Inner#der Kirchen als Prachtstücke ersten Ranges; namentlich aber wurdedas Stuhl werk im Innern des Chores mit stets neuem Raffinement'in den reichsten gothischen Zierformen und mit einem oft werthvoll® 1figürlichen Schmuck ausgearbeitet. Italien besitzt nun zwar aus sein efgothischen Kunstperiode keine Chorstühle wie die des Ulmer W 111a sters; diejenigen der Oberkirche von S. Francesco zu Assisi würd®#z. B. in Deutschland geringe Figur machen; ebenso die altern Theö®derjenigen im Dom von Siena , das Stuhlwerk in S. Agostino zu LucC#’in S. Domenico zu Ferrara (1384), in den Servi zu Bologna (139®)’bin S. Zeno zu Verona, selbst dasjenige im Dom von Reggio . (&&c ehesten behaupten noch die Chorstühle im Dom von Orvieto ein eI1unabhängigen Werth, weniger wegen des Architektonischen, als wp.? cI1der eingelegten Ornamente und Ilalbfiguren des Pietro di Minella ® llSSiena um 1400). — Allein zur Zeit der Renaissance warf sich d* c 'Decoration mit einem Eifer gerade auf diese Gattung, welcher d#Versäumte gewissermassen nachholte. Das Stuhlwerk und die Les epulte in einzelnen Kirchen und Capellen, auch wohl in weltlichen G ebäuden, sowie die Orgellettner und die Wandschränke in den Sac* 1steien aus dieser Zeit, erreichen das Mögliche innerhalb der Grent 11dieser Gattung und einzelne davon werden auf immer als classisc'' 6Muster dienen. Alle Luxusschreineroi unserer Tage pflegt dieselbenzugestandener Massen oder nicht — wenigstens theilweise nachz«#* 1men, wie der Blick auf die beliebtesten Prachtmöbel der AussteU' 111 "von London beweist. Nur findet sie nicht immer nötliig, diesenbildern ausser dem Detail auch das Princip abzusehen, welches ^so grosser Sicherheit das Architektonische und das Decorative zu sch e

den und zu verbinden wusste.

Als Nebengattung der Architektur richtet sich diese Holzschnittnatürlich nach den persönlichen und Schuleiuflüssen derselben:noch stellen wir hier der Übersicht zu Liebe die wichtigemder ganzen Gattung nach den wenigen Städten zusammen, welch® ^Verfasser daraufhin hat durchforschen können. — Sie besteht,