364
Architektur von 1540 bis 1580.
Pilastern unter Einem Capital gehört ohne Zweifel zu denderungen.) i 0
i Noch später (1609) benützte man einen Entwurf Palla ' il0 ✓eine andere Nonnenkirche, S. Lucia (beim Bahnhof). Die 1 ^sparende und dabei grossartig originelle Anlage des Innern ^Äussere unbekleidet) ist nicht leicht zu beschreiben, werwenige Schritte entfernte Kirche der Scalzi und deren envpfl® yß
losen Pomp damit vergleicht, wird in S. Lucia die Hand des
Meisters erkennen.
-nlle ® 1
Ausser diesen Kirchen liinterliess Palladio in Venedig uiP'° 0b (auf immer) das Kloster der Caritä (1561), in welchem sick^jdie Academie befindet. Man sieht das kleinere dreiseitige Erdg eSeiner Pfeilerhalle mit Pilastern, und die eine Seite eines gross arHofbaues — zwei Geschosse mit Pfeilerhallen und Halbsäul 6 ®’ein Obergeschoss mit Mauer und Pilastern. Es ist das Gebäh^’^jpwelchem Göthe mit so vieler und gerechter Begeisterung sprich*- ^weisser Marmor, fast nur Backsteine, für welche Palladio ein 6liebe hatte, weil er wohl wusste, dass die Nachwelt kein I® tehat, sie abzureissen wie die Quaderbauten.
,d«‘
Der gerechte Stolz, womit Vicenza und das östliche Db er * P llC l>überhaupt auf Palladio hinblickten, gewährte diesen Gegend 6 ® Adie beste Schutzwehr gegen die Excesse des Barockstyls-der schlimmsten borrominesken Zeit verdunkelte sich wolil P aRuhm zu einer mehr bloss historischen Anerkennung, aber ^^0XVIII. Jahrhundert wurden seine Gebäude von Neuem als „anerkannt, nachgeahmt, ja wiederholt. Das Ausland, haupt"England, mischte sich in die Frage und nahm Partei für ih® atNachdrücklichste. Wie Vignola für die Bildung des Details j s -jpPalladio für die Composition das Orakel und Vorbild der s* 1Architekten seit 1700: ja er herrscht in der classi’schen Schu* 6
italiens bis auf den heutigen Tag. ztl
Die Schattenseiten dieses grossen Einflusses sind nichthehlen. Unvermeidlich brachten die Nachfolger die entlehnte®
auch da an , wo sie nicht hinpassten , bloss um des Effectes
v rf'