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Der Cicerone : eine Anleitung zum Genuss der Kunstwerke Italiens / von Jacob Burckhardt
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384
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Der Barockstyl.

zur

Pilaster, Friese, Bogenleibungen u. s. w. hatten schon c Jf<der Renaissance oft einen reichen ornamentalen Schmuck (g enlstucchirt) erhalten, der nach strengem architektonischen Gese tz ®*nigstens den erstem nicht gehörte, sich aber durch die naiv 6 ^daran und durch den schönen Detailgeschmack entschuldig 6 ®^^Der Barockstyl beutet diesen Vorgang mit absichtlichem >ü sS 'aus, um bei solchem Anlass seine Prachtstoffe anbringen zu jei*Er geräth wieder in diejenige Knechtschaft derselben, welche se iflersten Jahrtausend (Seite 77, 115) hätte auf immer besei 4 *®^#sollen. Es beginnen, namentlich in Jesuitenkirchen, die kos jfIncrustationen mit Marmoren aller Farben, mit Jasp 1B ’ tor 6 “Lazuli u. s. w. Ein glücklicher Zufall verschaffte den De c °ades Gesü in Rom jenes grosse Quantum des kostbarsten gelbe» ^mors, womit sie ihre Pilaster ganz belegen konnten; in ander»** t *erschien gewöhnlicher Marmor zu gemein, und der kostbare J* 4war zu selten, um in grossen Stücken verwendet zu werden; ,B e ip edem erstem vermeintlich einen höhern Werth und dem letzte^,glänzende Stelle, indem man beide zu Mosaikornamenten ve»® s jcJUnd dieselbe Zeit, die sonst so gut wusste was Farbe ist, verfi®^ jifnun hier in einer barbarischen Gleichgültigkeit, wo es sich ^ f jt0

Farbenfolge verhältnissmässig einfacher Formen und Flächen1) Die plumpe Pracht der mediceischen Capelle bei S. Lorenzo i» ^ f-(S. 275, a—d) steht ausserhalb dieser Linie; wohl aber kann ^c die Incrustation von S. Ambrogio in Genua als normal b et jjield. h. als eine solche wie man sie gerne überall angebrachtsind die Pilaster der Hauptordnung unten roth und weiss, oben s ^ j,jt

und weiss gestreift, Capitäle und Gesimse weiss, nur der ,weisse Zierratlien auf schwarzem Grund; an der untern Oro , el i'in Marmor aller Farben jenes kalligraphisch gedankenlose Car ßwerk angebracht. Einzelne besonders verehrte Capellen,

Chöre von Kirchen ganz mit spiegelblankem gelbem, gesp rC jjet 6buntgeadertem Marmor zu überziehen, unter den Nischen ' c b - 0 y'Bronzereliefs herumgehen zu lassen, die Trauer z. B. i» “ jj»'capeilen durch feinen dunkeln Marmor, ja durch Probirsteindrücken, wurde eine Art von Ehrenpunkt sobald die Mittel ausd(Chor von S. M. Maddalena de’ Pazzi in Florenz ; rechten Q