392 Der Barockstyl.
JV
Im Allgemeinen haben diejenigen ohne Pilasterbekleim'Übergewicht; hei der bedeutenden Grösse und Höhe d er j ffwar es aus ökonomischen und baulichen Gründen gerathen, <*» ‘ ^4verzichten; auch waren die Pilasterordnungen nicht leicht in ^
zu bringen mit den Fenstern der kleinen Zwischenstockwerk 6 ^ )i.zaninen), welche zur Zeit der Renaissance entweder halb verhein die Friese verwiesen, oder doch ganz anspruchlos angehracden, jetzt dagegen sich einer gewissen Grösse und Ausschm 11 ^l.erfreuen sollten, sodass das Mezzanin ein eigenes Stockw® 1 ^ f „t'
— ■* TT ^ -
il «" 1
- -
Paläste mit Einer Ordnung, wie die Nachfolger Palladios 9 ' j,,..warfen, passten z. B. für die pompliebenden römischen Fürstenicht mehr. Pie unschöne und leblose Einrahmung der M** g( illin Felder, welclie seit dem XVII. Jahrhundert häufig vorköm ßjjfeine Art von Ersatz bieten, da einmal das Auge die vertief e tderung nicht gerne völlig entbehrt. Das Detail unterliegt theh s itflreich barocken, tlieils einer wüsten und rohen, missverstand _ fC iiider Rustica ahsti’alurten Bildung; auch wo es verhiiltnissm' ! ' sS ’® s „jflbleibt, sieht man ihm die Theilnahmlosigkeit an, womit es, ü s c 51seine Stelle zu markiren, gebildet wurde. An den Kranzgc s1 ^^ fl)tritt, während man vor demjenigen des Pal. Farnese in Rom (p‘ ° f r'noch immer die grösste Verehrung zu empfinden vergab, c ’ nC j.; fl estaunliehe Willkür zu Tage, indem Jeder neu sein wollte-wirkliche Neuerung waren, beiläufig gesagt, die grossen P° rdie Zeit des Reitens begann der Zeit des Fahrens Platz zn 11 ^ yi— Der einzige mögliche Werth der Gebäude liegt natürlichden Proportionen. gcü> fr ^
a Die beste römische Fassade dieser Zeit ist die des Pab ^iivon Fl am in io P onzio , vermöge der einfachen aber naehdrt 16 ^ ggfjDetailhildung und der reinen Verhältnisse der Fenster zur M atlC ^sowie der Stockwerke unter sich. Durch grossartige Behan<W tin f’ ^Mittelbaues in drei Ordnungen mit offenen Bogenhallen zeich ^
1, Pal. Barberini aus (von Maderna und Bernin i). Die lass®
,1 Quirinais gegen den Platz (von P o n z i o) zeigt wenigstens ein 6artige, noble Verkeilung der Fenster. , gc'
Der berühmte Domenico Fontana ist gerade in ^' eS ^ el . 0"Ziehung niemals recht glücklich; seine Fenster stehen ent\ v