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Der Cicerone : eine Anleitung zum Genuss der Kunstwerke Italiens / von Jacob Burckhardt
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394 D e r Barockstyl. ,

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Mauer ist, wird irgendwie für ein solches Schaustück gesorg^zwenn man es auch nur hinmalen müsste. Wo ein hinterer die- 11

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gang ist, wird er mit grossartigen Formen umgeben und a ,

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Weise irgend eine bedeutende Erwartung geweckt. Der

a Consulta beim Quirinal (von Fuga) giebt, vom vordem P° r * ^gesehen, ein solches Scheinbild, dem das Ganze des Hofes g® r jjeU

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b entspricht. Im Pal. Spada zu Rom hat Borromini von ^Seite des Hofes aus nach einem Hebenhof einen Säulcngan®legt, dessen wahre Länge das Auge nicht gleich erräth. 0 \ci lin der vorigen Periode, z. B. in den Palästen von Genua , auf S /Durchblicke hingearbeitet wurde, ist oben (Seite 350) nachzw jjoe Am Palast von Monte Citorio in Rom (von B c r n i n i und ^Fon tan a) ist der ganze halbrunde Hof mit der Brunnenschal 0Mitte nur auf den Durchblick aus dem Vestibül berechnet. Jiü

Der Stolz der damaligen Paläste sind aber vorzug3"'°^ j , e jtf>Treppen. Wer irgend die Mittel aufwenden kann, verlang*niedrige Stufen, bequeme Absätze, steinerne, (selten eiserne)den und eine reiche gewölbte Decke. Als das Ideal der TrepP endkunst galt Berninis Scala regia im Vatican mit ihren i° 01 v .jfiSäulenreihen und ihrer kunstreich versteckten Verengerung. ^ an ^1#in der That zugeben müssen, dass auf einem so geringen Raum ^Imposanteres denkbar ist. In den Palästen der neuen Nepotem yze Corsini zu Rom (von Fuga) und zu Florenz sind dagegen <* e 1peltreppen eigene grosse Gebäude gewidmet; es war das einzig e j,durch man die Paläste vor denjenigen des ältern Adels £ an ^ e j]etPf schieden auszeichnen konnte. Die Treppe des Pal. Laucellotti >" <jie

(von Mart. Lunghi d. ä.) ist schon um der Aussicht wiH ßI1 V jl jzg von ihren Bogenhallen eingefasst wird, einzig auf Erden. ^

gen Palästen von Bologna (z. B. Pal. Fioresi) erblickt maneme Öffnung des Plafonds die hellbeleuchtete, mit einem Fre 30 ®versehene Decke eines obern Raumes. Wiederum eines jener ^ e) .|jdurch welche der Barockstyl die Voraussetzung einer viel g*° ^Ausdehnung und Pracht zu erwecken weiss, als wirklich voi* lflist. (Vgl. Seite 380, u. m. a. Stellen.) ^ j 3 t,

Was an obern Vestibülen, Vorsälen u. s. w. Outeberuht meist auf der Wiederholung früherer Motive.