Buch 
Der Cicerone : eine Anleitung zum Genuss der Kunstwerke Italiens / von Jacob Burckhardt
Entstehung
Seite
532
JPEG-Download
 

532

Antike Sculptur . Thiere. Pferde.

Die Pferde der antiken Sculptur beweisen zun»'

üehst ;

d» 6 *

,dwO

damalige Pferdesehönheit eine andere war als die, welche f ,Kenner verlangen. Wo Mensch und Pferd beisammen sin t ^ V ff ^auf den parthenoniselien Reliefs, wird man das Thier BC ^°” \V f ^hältniss kleiner gebildet finden, aus Gründen des Style 8 > ® l j(op^Kleinheit der Race. So'dann galt eine andere Bildung ®des Nackens, der Brust und der Croupe, namentlich aber ®^ flJ] gel **

generes Verhältniss der Beine für schön, als jetzt. AnsSpecialkenntnissen kann der Verfasser hierauf nicht tSb eTdie Denkmäler selbst sind so bekannt, dass sie kaum der ebedürfen. Bei weitem das Schönste ist und bleibt wohl der ^ v* 1 *tlienonische Pferdekopf, dessen überall verbreitete Abgh ssCgleichen möge; Alles was zum Ausdruck der Energie, j a ^® 3Feuers dienen kann, ist scharf und wirksam hervorgehohe®^ jefdie Ilautfläche ein Leben und eine Bedeutung hineingeza u ^ e ^ A' 5gleichen bei einem sterblichen Thiere wohl nicht vorköim®griechische Arbeit galten bekanntlich lange Zeit die vielg e 'a vier Bronzepferde über dem Portal von S. Marco in ^ C _ ll ; s ch efgegenwärtig hält man sie doch nur für römisch, etwa aus n j s eitKunstepoche; jedenfalls gehören sie zu den besten-und sw

s ä«

rt»

ohne Zweifel Nacha' 10 ^ ^e(

ziges erhaltenes Viergespann (wahrscheinlich von einem Trh 111 ^ j,,b unschätzbar zu nennen. — Die stark restaurirten Pferde der

von Monte Cavallo in Rom sind _ _

griechischer Vorbilder wie die Statuen, in ihrem jetzigen Z us p'nicht massgebend. (Der Kopf des einen sehr ausgezeichnet-)mische Pferde erscheinen im Ganzen, neben denjenigen de 3und seiner Schule, roh und im Detail wenig oder nur nath r ®^ v otlc belebt, in der Bewegung aber bisweilen trefflich. — Im ^ uSß ( ,] 1 ja 8 ’”Neapel verdienen die marmornen Pferde der beiden Balbi (® fl ^nem Urtheil) unbedenklich den Vorzug vor dem (sehr ztlS * J ,ä geflickten) ehernen lierculanensischen Pferde sowohl alscolossalen ehernen Pferdekopf aus dem Palast Colobrano (A gt*"

bronzen®"

den ebenda befindlichen bronze“- ^das freispreng en ^® # i>fdas Pferd Marc Aur e e ;ii

dem Capitol gut gearbeitet und lebendig bewegt, an sich fl!,c

der grossen Bronzen); vontuetten übertrifft das Pferd Alexanders undejenige der Amazone. — In Rom ist