Buch 
Der Cicerone : eine Anleitung zum Genuss der Kunstwerke Italiens / von Jacob Burckhardt
Entstehung
Seite
556
JPEG-Download
 

556

Sculptur des Mittelalters. Altäre. Throne.

.Tahrhun‘ lf J /

• des 1

„der A

von Figuren ir(JeI , /

ganzen Historien in getriebener Arbeit; die Einrahmungen ^ c in* 1 *’ j

Die kostbarem Altäre erhielten bis ins XII-Überzug auf allen vier Seiten oder doch auf der Vorderseitewomöglich von Goldblech, mit einer Reihe

#'■

Email, auch mit aufgenieteten antiken Gemmen verziert-^vollständig erhaltene Bekleidung dieser Art, von einem )• .,

ä vinus, aus der ersten Hälfte des IX. Jahrhunderts, umg ie * )t gt®' c ^altarvon S- Ambrogio in Mailand , welcher ausserdem durch _ o (jiet> f

irgfältigen Stcinsculpturen sel jj 0 gi äC 1 ^es Kunstvermöeens der „.wct

zeitigen, bemalten, ziemlich sorg

merkwürdig ist. Als Bild des Kunstvermögens der ^ g ,„Epoche ergiebt sich daraus eine sonderbare Mischung v 011 . sC l,et ^Reminiscenzen, eigenthiimlichem Engeschick und byzanti' 11 “ t1) lichkeit. — Der Altarvorsatz (pala d’oro) von S. Marco zu ' ■

Werk des X. Jahrhunderts aus Constantinopel , enthält ^° S * en ct l> ^saubere Emailgemälde auf zahlreichen Goldplatten; sein 1,r0 !‘de® ^vergoldeter Deckel dagegen, eine gute venezianische Arhe 1 ^ ^

Jahrhunderts, zeigt in den Hochrelieffiguren der Apostel ^ #c wickelten germanischen Styl. — Ein Altarvorsatz von ldf cn 9 v®*vielen Historien (XII. Jahrhundert) in der Sacristei des y c rg®JSalerno. — Bei spärlichen Mitteln vertrat auch wohl Stuc c °> ; Vdüng und Malerei das Relief und Email aus edlerm Stoil e- -ppPdtarvorsatz dieser Art, datirt 1215, in der Acad. zu Siena , erS— Über das Bauliche der Altäre vgl. S. 79, 97 u. f. ßflg®

Kleine II a u s a 11 ä r c h e n, meist mit sehliessbaren “ el ^e (als Triptychen), wurden vorzüglich aus Elfenbein verfertG^ |l|liMuseo cristiano des Yaticans enthält unter mehrern Bei s P‘ everschiedenen Jahrhunderten ein sehr ausgezeichnetes by za ^fcl 1Triptychon von der delicatestcn Behandlung. Die Anwendungbeins zu kleinen Altären hat übrigens bekanntlich nie ganz a .

Bischöfliche Throne erhielten bisweilen eine ganzeweise Bekleidung mit Elfenbeinplatten, auf welchen Figuren un^ ], c il'f Geschichten eingeschnitten sind. Dieser Art ist der Thron yo#Maximian in der Sacristei des Domes von Ravenna , mit Keverschiedenen Händen (wie es scheint) des IV. bis VI. -Inhr > d® (

das Beste die Einzelgestalten an der Vorderwand unten- -^ lg Thron des heil. Petrus , welcher in Bernini’s colossale Erzde c