Buch 
Der Cicerone : eine Anleitung zum Genuss der Kunstwerke Italiens / von Jacob Burckhardt
Entstehung
Seite
618
JPEG-Download
 

618

Sculptur des XV. Jahrhunderts. Genua.

hj W° .

In Genua drang der realistische Sculpturstyl nur b e in fla durch. Man sieht im Dom auf dem 1. Altar rechts dasKreuzigung, von guter und fleissiger Arbeit etwa aus der ^1)0Jahrh., und doch kaum von einem fernen Echo derb Umwälzung berührt. Ebenso ist (in der 1. Cap. links) SO"'!'

des 1461 verstorbenen Card. Giorgio Fiesco in der Anordnu

als in der recht schönen und ausdrucksvollen Behandlung

lanam.'f, ^ ^ a<

ein Werk des vorhergehenden Jahrhunderts. Das Thiirrel > sc Anbetung der Könige, an dem Hause N. 111 Strada degh , ^vielleicht kaum früher und doch noch fast germanisch; bißwerth als das beste unter sehr vielen.

. viß 1

lleio'

Am frühsten meldet sich der Realismus des XV. Jahrh-selbständig, vielleicht auf eine Anregung hin, die von Querci» ^fplimen könnte in den Ehrenstatuen verdienter Bfirg eein Duzend derselben aus dieser Zeit stehen theils (nebst neue je«d Gängen und im Hauptsaal des Pal. S. Giorgio am Hafen, thei ^ jlje fünf Aussennischen eines Palastes an Piazza Fontane amorosß ^pier heisst Pal. Spinola), auch anderswo. Bei ungeschickter ^ eSHaltung, bei einer bisweilen rohen Draperie ist doch in d enauch wohl in den Händen der Ausdruck des individuellste 11hie und da vollkommen erreicht. (Auch für die Trachten v ° n jn 1Ein kenntlicher florentinischer Einfluss ist vielleicht zuerst ^f erzählenden Reliefs der Aussenseite und der grossen innern yV'der Johannescapelle im Dom sichtbar; ungeschickte, selbstbeiten, die man nicht einmal Mino da Fiesoie, geschweige denn .^sCivitali Zutrauen möchte, als dessen Arbeit wenigstens die Lunßt* ^jiigilt. Mit den notorischen Arbeiten Matteos (S. 606, b) schli ßSSdas Jahrhundert.

ist

Woher für Venedig die Anregung zu dem neuen Styl ^(ischwer zu sagen. Derjenige bedeutende Künstler, welche 1 .j yersten 4 Jahrzehnden des XV. Jahrh. die Reihe der Renais saI1< j^hauer eröffnet, Mastro Bartolommeo, wächst so allmähSneuen Styl hinein, dass man annehmen darf, er sei selbstand g