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Der Cicerone : eine Anleitung zum Genuss der Kunstwerke Italiens / von Jacob Burckhardt
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674
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ß74 Sculptur des XVI. Jahrhunderts. Michelau ?® 1 ^

den Körpertheile, auf Kosten der Ruhe und selbst der ^. ese3lichkeit. Mit seiner Stylbestimmtheit gehandhabt, brachte^ u)* s 8{cip das grossartige Unicum hervor, welches wir hierFür die Nachfolger war es die gerade Bahn zum V er e w0 iiin " ^a Die Statue des Julian ist nicht ganz ungezwungen^^det er seinen langen Hals und seine falschen Augen t ’ ^ 0lieh ist aber die Partie der Hände, des Feldherrnstabes unbLorenzo, bekannt unter dem Namen il pensiero, un**- ^

heimnissvoll durch die Beschattung des Gesichtes mit ^

und Tuch, hat doch in der Stellung seines rechten Arm esfreies. Die Arbeit ist von grösstem Werthe. — Auch mü

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_wi—m, »■, von grösstem Werthe. — Auel

den Statuen that Michelangelo keinen Schritt in das si e ^ji

rakteristische, das seiner Seele widerstrebt haben fflUSS ’ evielmehr in seinen Styl vollkommen eingetaucht und kö nso frei gewählte Motive gelten, w T ie alles Übrige. «f s >tt :

Der kaum aus dem rohen gearbeiteten Ma donna h*g^wohl ein anssprnrJonHs-i.— 1 "

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c uer kaum aus dem rohen gearbeiteten Madonna 1lieh wohl ein ausserordentlich schöner plastischer Gedankees fehlte vielleicht nicht viel, so wäre sie die einzig tr ^ p iil ^frei sitzende Madonna geworden (indem fast alle and ^ eJJden Anblick von vorn berechnet sind). Allein durchdes Marmors oder ein „Verhauen“ des Künstlers kam dernicht so zu Stande, wie er beabsichtigt gewesen sein inallS ^ cT jiih tl ^ tl ,dann hinten so angegeben, wie man ihn jetzt sieht-hatte dann das Ühricn mn- '-= J - ’ ' desshalb ®

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hatte dann das Übrige mit zu leiden und wurde desshalb ^tungsweise und dürftig vollendet. Ein unruhigeres Kin 1 ^ idie ganze Kunst nicht gebildet, als dieser kleine Christus 1linken Knie der Mutter vorwärts sitzend, wendet er sich s ^ Wlieh rückwärts um, greift mit seinem linken Ärmchen anSchulter der Mutter und sucht mit dem rechten ihre Brusü ^

1 (Die zwei HH. Cosmas und Damian sind Schülerarbeih ganz kleinen Mni.n— j- ■*' ■

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nach ganz kleinen Modellen des Meisters.)

Aus der spätem Zeit ist wohl auch die angefangeneeim Hof der Academie in Florenz ; sie zeigt auf das

digste, wie Michelonn-em --- 1 ' '

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--- in morenz; sie zeigt auf ha® ^ e q>

digste, wie Michelangelo arbeitete; ungeduldig möchte er g jeigrossartige) Lebensmotiv, das für ihn fertig im Marmorhl° c ^