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Der Cicerone : eine Anleitung zum Genuss der Kunstwerke Italiens / von Jacob Burckhardt
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Barocksculptur. Idealtracht. Künsteleien'

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Die ideale Tracht aber verschlingt den Körper ^teu fliegenden Massen und flatternden Enden, von welc 10 ^ poU*' 1 ^recht gut weiss, dass sie factisch centnerschwer sind-womit Bernini und viele seiner Nachfolger das ideale «himmlischer Personen, glaubten auszeichnen zu müssen, ^ cr lati ^selbe vollends. Es gewinnt ein Ansehen, als wäre es —' ^ 'fl 1011die Vergleichung — mit dem Löffel in Mandelgallert geg rafiguren sind desslialb oft leidlicher als marmorne.

Bisweilen wurde aber auch auf ganz besondere ArtWandung gekünstelt. Eine der unvermeidlichen Sehens^ u v jcl c ^Neapels sind die drei von allen Neapolitanern (und auch ^jj e d ea Fremden) auf das höchste bewunderten Statuen in der Cap

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Sangri, Duchi di S. Severoj sämmtlich um die Mitte

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Jalirh. gearbeitet. Von San Martino ist der ganz ■ ^

Christus, eine Gestalt, welche zwar kein höheres Interessedas Durchscheinen möglichst vieler Körperformen durch ein nt t^,nen, doch wird der Beschauer weiter nicht gestört. Vonist die ganz verhüllte sog. Pudicitia, mit welcher es schon s>

lieber aussieht; ein Weih von ziemlich gemeinen Formen» „td

vermöge der künstlichen Durchsichtigkeit der Hülle weit tvi ^drängen, als wenn die Person wirklich nackt gebildet vv»i' e -g|ptdem Genuesen Queirolo aber ist die Gruppe „il disinganno» j. gic*täuschung“; ein Mann (Porträt des Raimondo di Sangro ) lB , j. jl)aus einem grossmächtigeu Stricknetze frei mit Hülfe eine 3 hö ^. eS c>gesclimackt herbeischwebenden Genius. Welche Marter ‘Arbeiten auch die meissclgewandteste Virtuosenhand ausstehen ^jofweiss nur ein Bildhauer ganz zu würdigen. Und bei all d e *ist der geistige Gehalt null, die Formengebung gering und 3C \\' ctDie Capelle ist noch mit andern Arbeiten dieser Zeitvon da unmittelbar zur Incoronata geht, kann mit doppeltemsich überzeugen, mit wie Wenigem das Höchste sich zur L

bringen lässt.

’) Von demselben Corradini steht eine verhüllte „Wahrheit“ in d erfrin zu Venedig .

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