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Der Cicerone : eine Anleitung zum Genuss der Kunstwerke Italiens / von Jacob Burckhardt
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Barocksculptur. Farbige Bemalung- .

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Endlich erkennt der Naturalismus der berninischeneigenen Consequenzen offen an. Wenn einmal die "D* 15 , fi. al ier 9 selI>möglichst aufregenden Wirklichen das höchste Ziel des Bi ^soll, so gebe er die letzten academischen Vorurthcileüber Gruppenbildung u. dgl. auf und arbeite ganz aufliehe hin, d. h. er füge die Farbe hinzu! Schon ^ aS j a j, r li. t ^dann die realistischen florentinischen Bildner des XV. ^ 8^

Robbia, vorzüglich Guido Mazzoni , waren hierin zio 1111 .. n( ilit^ cgangen; überdiess wird das bemalte Bildwerk eine Xer s ‘für sich haben und einer Popularität geniessen, um " ezu wenig beneidet. ^

Und es entstanden wieder zahllose bemalte Heilig en ® ^

Holz, Stucco und Stein. Wer sich von Bildhauern ir g en ^ct-'dünkte, wollte allerdings mit dieser Gattung nichts zu #

die academische Kunst schloss kein Verhültniss mehr m- . jic"mied die Verwandtschaft und Concurrenz mit jenen p er ‘°drapirten Wachspuppen, welche z. B. in Glaskasten auf s lC ^

neapolitanischer Kirchen prangen. Allein bisweilen veräJü^ jaP®doch ein schönes Talent in die bemalte Sculptur und ^ elS ,jics cfVorzügliches. In Genua lebte um das Jahr 1700 ein Künst ^ $Art, Maragliano, dessen Arbeiten ungleich erfreulich cr eit edie meisten Papstgräber in S. Peter. Man iiberliess ihmganze, etw'a besonders von oben beleuchtete Nische über ^gtis 6 ^in welcher er seine Figuren ohne den Anspruch auf eine ^

Gruppe, vielmehr bloss malerisch ordnete. Mit der Farb e jlii 6auch dazu das Recht, während jene Seulptoren in Marino!)Nischengruppen ähnlich bildeten, ein wüstes Zwitterwesebrachten. — Gegen das unheimlich Illusionäre der Wachsbild* 5 ^ ^ j[s'ihn die plastische und in seinem Sinn ideale Gewandung- $i

terial ist, wie ich glaube, bloss Holz (bei grossem Figurensammengenieteten Blöcken), ohne Nachhülfe mit Stucco .

Diese Arbeiten sind gleichsam eine höhere Gattung der gtft g® 0welche in Italien noch gegenwärtig um die Zeit des Dre‘ ^in den Kirchen (im Kleinen auch in Privathäusern) aufg es * bden; nur hier mehr künstlerisch abgeschlossen und mit ein iS

tenden Talent, mit Fleiss und Liebe durchgeführt. Marag