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Der Cicerone : eine Anleitung zum Genuss der Kunstwerke Italiens / von Jacob Burckhardt
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Malerei des XVI. Jahrhunderts. Michelangelo '

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vergessen machen, dass gewisse Schulterbreiten, Halsl n a ^ n ge-Bildungen willkürlich und im einzelnen Fall monströs sin ^ Je flsichts der Werke selbst wird man allerdings immer geneigt s ^g(HMichelangelo ein eigenes Beeilt und Gesetz neben dem a ^Qg ( janl ceJ1 '"Kunst zuzugestehen. Die Grösse seiner Gedanken und jfo^reihen, die freie Schöpferkraft, mit welcher er alle denkbat 0 ®^ ^des äussern Lehens ins Dasein ruft, machen das Wort Ar 1klärlicli: Michel piu che mortale angel divino. li°'

Von seinem ersten grossen Werke, jenem im Wetteifer g c er e|1nardo geschaffenen Carton für den Palazzo veechio ebenf® 3 f iif

aus der Schlacht von Anghiari sind nur dürftige Erinnert 1 ®^ jf e jdunsere Zeit gekommen. Baccio Bandinelli hat denselbenzerschnitten. ni»^

In der Blüthe seiner Jahre unternahm Michelangelo die A uades Gewölbes der Sixtinischen Capelle in Vfttica*^15081511; von welcher Zeit die durchaus eigenhändige A® 3 P* c22 Monate in Anspruch nahm). (Bestes Licht: 1012 ^ e 3Aufgabe bestand in lauter Scenen und Gestalten des alten 1® fic'tes, mit wesentlichem Bezug auf dessen Verheissung. ® r S . gC JiC ^sen Inhalt vierfach ab: in Geschichten, in einzelne liiston . el \d

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stalten, in ruhende'Gruppen, und in architektonischFiguren. Die Geschichten, welche ein Dasein in einem P elS P^ ^ d 1 ®bestimmten, nicht bloss idealen Raum verlangen, vertheilte ( iUmittlere Fläche des Gewölbes. (Eine Ausnahme machen di® ^Icl 16sphärische dreiseitige Flächen gemalten Eckbilder der Capß^ c, ^. e ß e 'die wunderbaren Bettungen des Volkes Israel vorstellen ^ d et

schichten der ehernen Schlange, des Goliath, der Judith ^ jetEsther. So wunderbar aber das Einzelne, zumal in derJudith, gedacht und gemalt sein mag, so findet sich doch J)> 6

an diesen Stellen schwer in das Historisch-Räumliche hino 1 ®' jlk 6

Propheten und Sibyllen mit den sie begleitenden Genien ei'bi e _ ^ di 6Stelle an den sich abwärts rundenden Theilen des Getvölb® 3 ^Gruppen der Vorfahren Christi theils an den GewölbekapP^^ei 1

den Fenstern, theils in den Lünetten welche die Fenster c0 $

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Diese Theile sind sämmtlich nach einem idealen Raumg 1ponirt. Diejenigen Figuren endlich, welche schon sehr p 9 '

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