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Der Cicerone : eine Anleitung zum Genuss der Kunstwerke Italiens / von Jacob Burckhardt
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Malerei des XVI. Jahrhunderts. Rafael.

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wo er die zwölf noch übrigen Jahre seines kurzen Lebensjene unbegreiflich reiche Tliätigkeit entfaltete, die als m Qe'Wunder einzig dasteht. Nicht die Höhe des Genies, sondern ^Walt der Willenskraft ist das grösste daran; jene hätte ihnder Manier geschützt; diese war es, die ihn nie auf den j; e s='ausruhen, sondern stets zu hohem Ausdrucksweisen emporste's ^ e f— Die grosse Menge der Aufträge, der Ruhm und die p"

treffende Schönheit der Werke sammelten bald eine Schulefael; dieser musste er in der spätem Zeit die Ausführung se ^°^ e( V e(/grosser Unternehmungen überlassen; es waren Menschen ^schiedensten Anlage, zum Theil geringe Charaktere, aber nder gewaltige Abglanz von der Gestalt des Meisters auf U 1 ® 6 ^

schufen sie in seinem Geist. Ihre baldige Ausartung nachTode zeigt noch einmal von der Kehrseite, was Er gewesen sel °

Wir beginnen mit den noch in Italien vorhandenen Staffel® j e j S #'welche trotz der inzwischen eingetretenen Gewöhnung des jeian die Frescomalerei ihren besondern Charakter vollko® je! 1

behalten, sodass in ihnen gerade die höchsten Aufgaben der & 9 ll e<die in R/s Bereiche lagen, gelöst sind. Als gewissenhaft eSKünstler that er sich auch in der Technik nie genug. e gg> #!aber von ihm die Farbenglutli Tizians und das Helldunkel °verlangt, so zeigt diess ein gänzliches Verkennen seine®Werthes. Keines seiner Gemälde würde durch das Hin zUdieser Eigenschaften irgend wesentlich gewinnen, weil hein eSgebaut ist. Was man dagegen wohl bedauern darf, ist da®^Nachschwärzen seiner Schatten, die im Augenblick der Volle®wiss viel lichter waren. Den Beweis liefert z. B. Andrea “ jjetfa Copie nach dem Bildniss Leo’s X, welche sich im Museum v °ggef^befindet; mit chemisch günstigem Farben in den Schatten a ® ifzeigt sie, wie das Original (im Pal. Pitti) ursprünglich g es 1wesen sein muss. ^

Die Madonnen dieser römischen Zeit sind grösstentheil® *lande. Von der Madonna di Casa d’Alba, einem Rundbilde ®® ^ $bFiguren in einer Landschaft, enthält z. B. die Galerie Borg