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Der Cicerone : eine Anleitung zum Genuss der Kunstwerke Italiens / von Jacob Burckhardt
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Maleret des XVI. Jahrhunderts. Rafael.

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Die Action, welche diese Bilder beseelt, ist allerding 3 ^^ 3 ei'Sache des grössten Künstlers. Allein man muthete ihm inn ^ e ;st>

nes Thema’s auch nicht das Unmögliche zu, wie z. B.

die

Gemeinschaft eines Gelehrtoncongresses, einer Maleracade 1 * 1 $überhaupt solcher Personen, deren charakteristische Thätigk e ^^ ^gemeinsam vor sich geht, und die, wenn man sie beisaffl 111immer auf das Diner zu warten scheinen, ln der DisV 11 s {o-‘nicht etwa ein Concilium, sondern ein geistiger Drang hat

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ten Lehrer göttlicher Dinge rasch zusammengeführt, so da 33den Altar herum nur eben Platz genommen haben; mit iho e11lose Laien, die der Geist auf dem Wege ergriffen und mit » e d**hat; diese bilden den so nothwendigen passiven Theil, in "’ evon den Kirchenlehrern erkannte Mysterium sich bloss »1® (ei » 6

und Aufregung reflectirt. Dass der obere Halbkreis der Sehg 1

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verherrlichte Umbildung desjenigen von S. Severo) dem u> ä fSvöllig als Contrast entspricht, ist der einfach erhabene Au sVerhältnisses, [in welchem die himmlische Welt die irdis°schattet. Endlich imponirt hier im höchsten Grade die kirch 1 pes ist kein Bild von neutraler Schönheit, sondern ein ge"'»begriff des mittelalterlichen Glaubens.

Den Gegensatz dazu bildet die Schule von Athen, < d' I1 °lische Gruppe, ohne Mysterium. Oder ist die wunderschön^ Qewelche den Hintergrund ausmacht, nicht bloss ein malen 3 0 6 ;st cS .danke, sondern ein bewusstes Symbol gesunder Harmonie der

und Seelenkräfte? Man würde sich in einem solchen Gebäude^fühlen! — Wie dem nun sei, Rafael hat das ganze Denken ■! ci fr €sen des Alterthums in lauter lebendige Demonstration und 1 ^pti^Zuhören übersetzt; die wenigen isolirten Figuren, wie derund Diogenes der Cyniker, sollen eben als Ausnahmen c ° n ^Dass die rechnenden Wissenschaften den Vordergrund ^

Stufen einnehmen, ist wieder einer jener ganz einfachen g enl V e(danken, die sich von selbst zu verstehen scheinen. Treffh ctlieilung der Lehrenden und der Zuhörenden und Zuschauende 1 ’’ ^Bewegung im Raum, Reichthum ohne Gedränge, völlige 3fallen der malerischen und dramatischen Motive. (WichMga in der Ambrosiana zu Mailand .)