926
Malerei des XVI. Jahrhunderts. Rafael*
■würfe waren, nach welchen er die Schüler arbeiten liesslieh je nach Umständen.
. wahf 9C)
&
Ort und Technik schrieben die grösste Einfachheit v ° r '
effect, Ausdruck einzelner Köpfe, irgend ein raffinirtes D e . u t * 1
W » 9 n * 1
nie die Grundlage und Seele des Bildes ausmachen.
deutlichen Beziehungen und Geberden zu erreichen war, 11111 j r g<
lil i
bleiben. Der menschlich interessante Kern der Scenen,
oh» e "fl ,
für
einen bestimmten orientalischen Bezug, musste zum ideale 11 ) ^
Zeiten und Länder gültigen und verständlichen Kunstwerk
* ^ .iai
werden. Von der venezianischen Art, den Vorgang in
eine
des XVI. Jahrh. zu übersetzen, konnte hier keine Kede sel11
halte aber die Loggienbilder neben die Umrisszeichnung eiD *> a ol> e ^gione, Palma oder Bonifazio dieser Art, und man wird den v e d |£ _unterschied inne werden. Übrigens ist in vielen Loggien * 11Landschaft so schön und bedeutend als bei den Venezianer* 1 ’ p*hier ausdrücklich hingewiesen werden muss. (Erschaffung fl 1Adams Feldbau, Jacob mit Itahel am Brunnen, Jacob mit I*a ^joS lä|tend, Joseph als Traumdeuter vor seinen Brüdern, Findung
u. a. m.)
Die Vortrefflichkeit der einzelnen Motive entzieht sich
:l>e#-
t rn)
der Beschreibung; es scheint sich Alles von selbst zu verste 11 “'^ ^den Werth jedes einzelnen Bildes ins Licht zu setzen, *® llSjedesmal nachweisen, wie andere Künstler meist mit grösser®doch nur eine geringere, weniger geistvolle Lösung zu Stande £ a i*'oder auch gänzlich neben das Ziel geschossen haben. Streit*®ser Gefühl sind nur die ersten Bilder, die der Weltschöpfung’bediente sich hier zum Ausdruck für den Schöpfer desjenigen . Ji ä
V a tt e ’ ,,
welchen Michelangelo in der Sistina zum Leben gerufen 1 ^ ^
Kunst hatte jetzt gleichsam das Recht, die in verschiedene ^ ^(>**
theilte Schöpfung als lauter Bewegung darzustellen. Gleich
beginnt die Geschichte des ersten Menschenpaares, die hier ^
Bestimmtheit des landschaftlichen Raumes einen von den R arS ^gleichen Inhaltes in der Sistina wesentlich verschiedenenerhält. Diese vier Bilder allein offenbaren schon den grössten
sehen Componisten, wie man beim Durchdenken ihrer Motiv 0
wird. Mit den vier Noah-Bildern beginnt ein neues patriar 0