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Der Cicerone : eine Anleitung zum Genuss der Kunstwerke Italiens / von Jacob Burckhardt
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Malerei des XVI. Jahrhunderts. Die Manieristen.

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diesem Werke immer einen hohen Werth. Von den dre ^ef'Deckenbildern werden die des Tintoretto und Palma giov- ' e ]crö nt 'troffen von demjenigen des Paolo: Venezia, vom Ruhme S ^ f g.Schon die Untensicht und die bauliche Perspective sind tv j 3 cb®faltiger gehandhabt; dann hat P. das Allegorische undauf die obere Gruppe beschränkt, wo seine Wolkenexistenz J® g e -und Farben ganz harmonisch mit der Architektur in Verbm __, ie njbracht ist; auf

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der untern Balustrade sieht man nur schöne * ^

weiter unten zwei wachthabende Reiter und Volk, als Zusc jjjpi'himmliehen Ceremonie; höchst weislich sind zwei grosse Stu® , at ,efmel frei gelassen, ein Athemschöpfen, das Tintoretto dem " e jpe#nirgends gönnt; endlich hat Paolo seinem heitern Schönheitssh 1 ®^ ^ ewahren Festtag bereiten wollen, dessen Stimmung unfehlbar

Beschauer übergeht,i Sala dello Scrutinio.

Nichts von Bedeutung als das

gericht des jungem Palma , und auch dieses nur der Farbe ^s e >

Als Ganzes offenbar das Werk allmäliger, wechselnder Ents^ pt \ s

bildet diese Decoration immerhin ein Unicum der Kunst. ^$<$' \

Geist, welcher uns daraus entgegenweht, ein vorherrschen $thuender ist, und ob die damalige Kunst im Namen derInselstadt nicht eher eine andere Sprache hätte reden müssen,mag die Empfindung eines Jeden entscheiden.

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Im Grossen und Ganzen war die Malerei, mit Ausnahme ^nezianischen Schule, schon in kenntlicher Ausartung begriff e ^^jlSvom Jahr 1530 an; ja es liesse sich behaupten, dass nachTode kein Kunstwerk mehr zu Stande gekommen, in welche ^ jjjund Gegenstand ganz rein in einander aufgegangen wären; sespätem Werke der grössten Meister imponiren eher durch all®Vorzüge als gerade durch diesen, wie schon oben mehrfach a &tet wurde. , ^

Die Schüler der grossen Meister traten nun in das verbä®» ^volle Erbe derselben ein. Sie bekamen die Kunst unter f*