Das Colorit.
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^ fiir die grösste Farbenleistung des Annibale. Mit einer ganz aq Verhaften Freiheit hat er unter dem Einfluss von Michelangelo’s^ölbemalereien der Sistina (S. 872) seine Darstellung einzutheilen^>t in Historien und decorirende Bestandtheile; letztere tlieilsjj lnf arbene Atlanten, theils jene trefflichen sitzenden Aktfiguren, tlieils^en, Masken, Fruchtschnüre, bronzefarbene Medaillons etc. Nureiner solchen Abstufung nach Gegenständen war die grosse har-sche Farbenwirkung zu erzielen, welche das Ganze trotz einzelner. “erer Partien hervorbringt. Alle bessern Maler des XVII. Jahrh.
^ “ etl hier für ähnliche Aufgaben gelernt; die geringem copirten we-^fetens. In Bologna hatten die Caracci z. B. in den Fresken des Pal.ba gnani (Fries des grossen Saales) einfachere, aber in ihrer Art nicht, nt *er treffliche decorirende Figuren angebracht (sitzende steinfarbene»Uten, geneckt von naturfarbenen Putten, begleitet von je 2 bronze-Seiten Nebenfiguren halber Grösse); Arbeiten welche in Styl undj. ° r it viel trefflicher sind als die Historien, denen sie zur EinfassungQ letl en. Noch die spätesten Nachfolger brachten bisweilen in dieserj^tung Ausgezeichnetes hervor, wie z. B. Cignani’s berühmte achtje zwei mit einem Medaillon, über den Thüren im Hauptschiff cS. Micchele in bosco. Selbst den blossen Decoratoren (Colonna,t Bartolommeo a porta Ravegnana, und in S. Domenico, Cap. del dj^ a rio, links; — Franceschini, in Corpus Domini ; — Canuti, in S. elächele in bosco, Zimmer des Legaten etc.) geben solche Vorbilderfteilen eine Haltung die andern Schulen weniger eigen ist. — Lei-r s ind die vielleicht bestcolorirten Fresken des Lodovico und seiner gc Bul e , i n der achtseitigen Halle welche einen kleinen Hof die-^ 8 Klosters umgiebt, auf klägliche Weise zu Grunde gegangen; manatltl die Überreste ohne Schmerz nicht ansehen. (Die Compositionen,
1,1 Theil ebenfalls sehr bedeutend, sind durch Stiche bekannt.)
^ Bomenichino ist in der Farbe sehr ungleich; von seinen Fres-Y* 1 Möchten in dieser Beziehung wohl diejenigen in S. Andrea dellahz u Rom , auch sonst Hauptwerke, den Vorzug haben (die Pen-mit den Evangelisten; das Chorgewölbe mit den Geschichtenk* 8 Andreas und allegor. Figuren; — ihr Verdienst wird am bestenar durch den Vergleich mit den untern Malereien der Chorwände,001 Calabrese).