Buch 
Der Cicerone : eine Anleitung zum Genuss der Kunstwerke Italiens / von Jacob Burckhardt
Entstehung
Seite
1035
JPEG-Download
 

Affect in Einzelflguren.

1035

Abdruck ohne weitere Motivirung darin anbringen kann. Die Sehn-‘^htshalbfigur bildet fortan eine stehende Gattung. (Ein früheres^ et einzeltes Beispiel bei gewissen Nachfolgern Honardo’s S. 870, d.)hauchst wird jetzt statt eines schlichten Christuskopfes durchgängig6r Dornengekrüute, das Eeeehomo gemalt. (Pal. Corsini in Rom,a V °a Guido, Guercino und C. Dolci; — Pinac. in Bologna , diebVot treffi; c he Kreidezeichnung Guido’s.) Das Motiv, wie man es gab,^ a hunt wesentlich von Coreggio, allein die Reproduction ist bisweilen. b erhaben und tiefsinnig zu nennen. Unter den Madonnen werden

die

Bilder der Mater dolorosa zahlreicher. Die vielen Halbfiguren

^°h Sibyllen, deren trefflichste von Guercino , Domenichinohnd ausserhalb Italien zerstreut sind, haben meist den AusdruckEmporselinens (8. 931). Für Propheten und Heilige allergab es eigene Werkstätten; in sehr verschiedener Weise und dochAbsicht nach eng verwandt arbeiteten besonders Spagnoletto'"'d Carlo Dolci dergleichen. Den erstem möge man in den Ga-er ien von p arma und Neapel verfolgen, den letztem im Pal. Pitti,c"* den Uffizien, und besonders im Pal. Corsini zu Florenz , wo man dSllc h seinen Nachahmer Orazio Marinari kennen lernt. Über Dol-C1 ’ s Süsslichkeit, seiner conventionellen Andacht mit Kopfhängen und^ u genverdrehen, seinen schwarzen Sehattten und geleckten Licht-^ ar tien, der übereleganten Haltung der Hände etc. darf man doch^ lI1 en bedeutenden angeborenen Schönheitssinn nicht vergessen, auch> Fleiss der Ausführung nicht. — Von den Neapolitanern hat An-r e a V a ccaro (Mus. von Neapel ) in solchen Bildern am meistene’hst und Würde, wie er sich denn selbst in seinem Kindermordwbenda) zu mässigen weiss. (Sein bestes Bild sonst der Gekreuzigte f^ Angehörigen, in Trinitä de’ Pellegrini.)

q Ob heilige oder profane Personen dargestellt werden, ändert imbhzen nicht viel. Die Lucretien, Cleopatren, auch die Judith wo siestatisch aufwärts schaut (Guercino, im Pal. Spada zu Rom ), dergSle greiche David in ähnlichem Moment (Gennari, Pal. Pitti), jah®Obst der sich erstechende Cato (Guercino, Pal. Brignole in Genua ), idgl .

m. zeigen nur andere Nuancen desselben Ausdruckes.

den

m. zeigen nur

Auch ganze oder fast ganze Figuren in Einzeldarstellung wer-s ehr häufig, eben diesem Ausdruck zu Liebe. An ihrer Spitze