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2 (1850) Basreliefe und geschnittne Steine / erklärt von F. G. Welcker
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104 Die Wuth des Thrakischen Lykurgos.

sind drei nebeneinander) hier zu gebrauchen. Die Sonnemag allerdings der Kreis bedeuten, welcher also durch blosseAuslassung oder Nachlässigkeit nach oben zu nicht geschlos-sen wäre; aber sicher steht sie in Verbindung mit der ge-flügelten Dienerin des Zeus, so sicher in Denkmälern guteralter Kunst irgend etwas ist; der Augenschein giebt es.Sollte der Regenbogen ausgedrückt seyn, so wäre es natür-lich dass der Kreis unten offen wäre, nicht oben; passendwohl auch dass die Göttin nicht ganz vor dem Bogenoder ausserhalb schwebte. Bei Virgilius (1. c. 700) tra-gen ihre Flügel, bei Statius der Gürtel ihre schillerndenFarben. Aber die Strahlen selbst, ganz wie die womit nachdem Kunstgebrauch die Lichtkörper bezeichnet werden, kom-men überhaupt dem Regenbogen nicht zu. Dass der Spiessnach dem Auge des Lykurgos gerichtet sey, bemerkte auchgegen Millingen Zannoni, aber er nimmt ihn im eigentlichenVerstand für ein Werkzeug womit die Furie die Augen aus-zustechen im Begriffe sey. Es ist darunter vielmehr, unddiess gerade in Verbindung mit dem Lichtkreis hinter derFigur, der blendende Lichtstrahl zu verstehen. Auchdie Fackel in der andern Hand, bekannt als Symbol desMondlichts, des Abendsterns, des Prometheus , dient ausser-dem uns zu sagen dass diess Wesen im Lichte wirke, unddamit beide Symbole noch vernehmlicher sprächen, ist dieversinnbildete Natur selbst abgezeichnet, wie bei den Bildernder Flüsse und der Quellnymphen geschieht. Noch näherzu vergleichen sind die wehklagenden Najaden bei Philostra-tus (2, 4 p. 420), welche unter Zerfleischung und Haarzer-raufung in Wassergeriesel sich schier auflösen. Auch an-dere ähnliche Vereinigungen von Symbol und Sache sindebendaselbst S. 290 angemerkt. Also nur eine Pöne 1 ) se-hen wir denn vor uns in dieser schönen neuen Allegorie,eine der tausend Töchter der Ate, und wem ein besonderer

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